Wetterdefekt : Fahrzeugmangel sorgt für Ausfälle im S-Bahnverkehr

Fahrzeugmangel sorgt bei der Berliner S-Bahn für Ausfälle in der Hauptverkehrszeit. Denn wegen des eisigen Wetters müssen mehr defekte Züge in die Werkstatt als bisher.

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Das eisige Wetter setzt dem S-Bahnbetrieb zu.
Das eisige Wetter setzt dem S-Bahnbetrieb zu.Foto: dpa

Auch heute fallen bei der S-Bahn wieder Züge aus. Auf der Ringbahn kommen die Züge auch in der Hauptverkehrszeit statt alle fünf nur alle zehn Minuten. Der Grund: Fahrzeugmangel, weil wegen des Wetters wieder mehr defekte Züge in die Werkstatt müssen als bisher. Und der Mangel kann noch jahrelang dauern, weil sich der Abschluss eines neuen Verkehrsvertrags erneut verzögert. Erst mit einem unterschriebenen Vertrag könne ein Betreiber aber  neue Züge bestellen, machte S-Bahn-Chef Peter Bucher gestern erneut klar.

Neuschnee statt Frühling
Dieses flinke Eichhörnchen im Volkspark Wilmersdorf scheint sich aus dem erneuten Winterausbruch nicht viel zu machen.Weitere Bilder anzeigen
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12.03.2013 13:04Dieses flinke Eichhörnchen im Volkspark Wilmersdorf scheint sich aus dem erneuten Winterausbruch nicht viel zu machen.

Zuvor hatte das Kammergericht die 2012 mit mehreren Jahren Verspätung auf den Weg gebrachte Ausschreibung für den Betrieb der Ringbahn und deren südöstlichen Zulaufstrecken gebremst. Entweder die Senatsverkehrsverwaltung modifiziert ihre Ausschreibungsbedingungen oder eine Klage der S-Bahn wird an den  Europäischen Gerichtshof weitergegeben, machte das Gericht deutlich. Verfahren dort können Jahre dauern.

Die S-Bahn hatte geklagt, weil der Senat will, dass der Betreiber, der den Auftrag ab Dezember 2017 für 15 Jahre gewinnt, danach nach einer erneuten Ausschreibung seine Fahrzeuge weiter für einen möglicherweise anderen Betreiber instandhält. Eine solche Vertragskonstruktion ist bisher einmalig und die S-Bahn wehrt sich dagegen.  Vor der Vergabekammer bei der Senatwirtschaftsverwaltung war sie zunächst gescheitert. Das Gericht forderte den Senat jetzt auf, in der Ausschreibung einen sicheren Weg zu gehen, der weniger anfällig für Rügen ist als das jetzige Verfahren, das die juristischen Grenzen völlig ausreize.
Bei einem hohen Streitwert von mindestens 30 Millionen Euro könnten weitere Klagen für das Land kostspielig werden, warnte das Gericht.    

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