Wetterumschwung : Kurzfristiger Weltuntergang in Berlin

06.10.2012 16:08 Uhrvon
  • Gelbe Blätter treiben im Wannsee, der Himmel ist grau: In Berlin neigt sich der Herbst dem Ende zu. Haben auch Sie ein Bild für unsere Galerie? Schicken Sie Ihre Aufnahmen an leserbilder@tagesspiegel.de! Foto: dpa
    Gelbe Blätter treiben im Wannsee, der Himmel ist grau: In Berlin neigt sich der Herbst dem Ende zu. Haben auch Sie ein Bild für unsere Galerie? Schicken Sie Ihre Aufnahmen an... - Foto: dpa
  • Fischreiher am neuen See im herbstlichen Tiergarten. Foto: Willy Rudolf Springer
    Fischreiher am neuen See im herbstlichen Tiergarten. - Foto: Willy Rudolf Springer
  • Der Fernsehturm hinter der Ruine der Klosterkirche. Haben auch Sie ein Bild für unsere Galerie? Schicken Sie Ihre Aufnahmen an leserbilder@tagesspiegel.de! Foto: dapd
    Der Fernsehturm hinter der Ruine der Klosterkirche. Haben auch Sie ein Bild für unsere Galerie? Schicken Sie Ihre Aufnahmen an leserbilder@tagesspiegel.de! - Foto: dapd

Ein plötzlicher Einbruch einer massiven Kaltfront hat den Himmel über Berlin am Samstag für kurze Zeit schwarz werden lassen. Graupel und Hagel prasselten vom Himmel. Die Feuerwehr rückte zu zahlreichen Einsätzen aus. Auf der Stadtbahn war der S-Bahnverkehr unterbrochen.

Der Himmel war in Sekundenschnelle schwarz, dann prasselte der Regen, vermischt mit Graupel und Hagel, dass man die Hand nicht mehr vor den Augen sah. Zugleich fegten Sturmböen über die Straßen. Sie stürzten Baustellenzäune um, rissen Blumentöpfe von den Balkonen: Am Sonnabendnachmittag gegen 15.30 Uhr schien kurzfristig die Welt unterzugehen.

Ursache war nach Angaben des Berliner Wetterdienstes Meteogroup „der plötzliche Einbruch einer massiven Kaltfront“. Die Feuerwehr musste zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Die Retter zogen abgerissene Äste von den Straßen, sägten umgestürzte Bäume ab, pumpten Keller leer. Auf der Stadtbahn war der Ferm und S-Bahn-Verkehr wegen eines zwischen den Stationen Bellevue und Tiergarten auf die Gleise gefallenen Baumes unterbrochen.

Während die Oberleitung der Ferngleise unbeschädigt blieb, musste die Stromschiende der S-Bahn repariert werden. Deren Verkehr war deshalb länger unterbrochen.

Das in der Region vorherrschende Tiefdruckgebiet „Nurcan“ schob Polarluftmassen von Norden in Richtung Südosten über die gesamte Stadt. Wo die Kaltfront ankam, stürzten die Temperaturen innerhalb weniger Minuten von durchschnittlich 17 Grad Celsius auf bis zu 10 Grad ab. Die gewaltige Regenflut verdrängte laut Meteogroup zudem abrupt derart viel Luft, „dass sich starke Böen entwickelten“.

Diese waren aber ebenso wie der Sturzregen nur ein kurzfristiges Phänomen. Wenig später beruhigte sich das Wetter wieder – nur die Kälte blieb und soll bleiben.

Das aktuelle Berlin-Wetter, Bezirk für Bezirk, gibt es hier.

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