Berlin : WIE DER RASEN VORBEREITET WIRD

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Herr Rainer Ernst, Sie als Rasenchef des Olympiastadions sind bestimmt wenig begeistert über den U2Auftritt, oder?

Weil 20000 Fans auf meinem Rasen herumtrampeln? Ach, das geht. Wir legen Kunststoffplatten hin, das federt die Menschen ab, auch wenn sie hüpfen.

Dem Rasen ist das egal?

Naja. Wir müssen den Rasen vorbereiten. Der darf nicht quietschnass sein. Wenn der zwei, drei Tage lang keine Sonne sieht und wenig Luft bekommt, haben wir Pilze. Da geht alles kaputt.

Und die neue, blaue Laufbahn?

Um die mache ich mir mehr Sorgen. Nicht nur wegen der Zigaretten von den Fans. Wir müssen auf die Lastwagen aufpassen, beim Bühnenaufbau.

Warum?

Ein 40-Tonner ist eigentlich kein Problem. Dreht der allerdings seine Reifen im Stand und rangiert auf der Bahn, dann wird der Belag quasi vom Beton gelöst. Und das wär’ nicht schön.

Freuen Sie sich denn auf U2?

Oh ja, Bono ist meine Generation. Ich gehe auf jeden Fall hin.

Das Gespräch führte André Görke.

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