Berlin : Wie die Gartenstadt wieder aufblühte

-

Ihre Sanierung ist zu Recht gefeiert worden. Die Gartenstadt Atlantic in Gesundbrunnen ist ein Musterbeispiel für eine behutsame und denkmalgerechte Instandsetzung. Jetzt feiert ein ebenso schönes wie informatives Buch die Gartenstadt und ihren Architekten Rudolf Fränkel, der Berlin verlassen musste, als die Nationalsozialisten die Macht übernahmen. Die Gartenstadt war einer der ersten großen Aufträge für Fränkels Büro und sollte den Tenor vorgeben, der für seine künftigen Wohnhausentwürfe maßgebend sein sollte. Doch dazu kam es nicht. Fränkel emigrierte über Rumänien, Großbritannien schließlich in die USA, um dem Holocaust zu entgehen.

Zum Thema Tagesspiegel Online: Literatur Spezial
Service Online bestellen: "R. Fränkel, die Gartenstadt Atlantic und Berlin"
Das Buch (herausgegeben vom Architekturkritiker Gerwin Zohlen) widmet sich auch dem Kinopionier Karl Wolffsohn und seinen Entwürfen für die heute nicht mehr erhaltene Lichtburg – einst eines der nicht nur architektonisch bedeutsamsten Gebäude dieser Art in Wedding. Erst 1970 wurde das im Krieg schwer beschädigte, aber nicht zerstörte Haus abgerissen. oew

Rudolf Fränkel, die Gartenstadt Atlantic und Berlin. Herausgegeben von Gerwin Zohlen, Niggli-Verlag, Sulgen. 160 Seiten, 36 Euro.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben