Wie einst Britney Spears am 90 Grad : DJ Felix da Housecat durfte nicht ins Berghain

Ja, das Berghain und seine Türsteher: Dieses Mal haben sie den Chicagoer House-DJ Felix da Housecat nicht in die heiligen Hallen gelassen. Der war darüber so empört, dass er auf Twitter vom Leder zog. Bis sein Management einschritt.

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Ärger am Berghain. Felix da Housecat scheiterte am Türsteher.
Ärger am Berghain. Felix da Housecat scheiterte am Türsteher.Foto: AFP

Er kam von einem Auftritt bei einer Moskau-Motto-Party im Kreuzberger Prince Charles und wollte danach wohl noch die Matrjoschka-Puppen im Berghain tanzen lassen. Aber der Discjockey und Musikproduzent Felix Stallings Jr. alias Felix da Housecat scheiterte am Türsteher – wie viele Feierwillige in der Vergangenheit vor ihm. Doch statt still und leise von dannen zu ziehen – wie viele Feierwillige in der Vergangenheit vor ihm – , entfesselte der 43-jährige, der zu den Größen der Chicagoer House-Musikszene gehört, ein Twitter-Gewitter. Via Kurznachrichtendienst schimpfte er über den Club und sein Personal.

Dem Housecat-Management haben die Äußerungen jedenfalls nicht gefallen; es löschte die Einträge wieder. Doch aus der Welt sind sie damit nicht, sondern machen die Runde im Internet. Rekonstruieren lässt sich daraus allerdings nicht, was sich am Einlass abgespielt hat. Klar ist nur, dass der Abgewiesene dem Club nicht nur Ignoranz, sondern auch Rassismus vorwirft.

Abgewiesen am Berghain
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1 von 10Foto: Mike Wolff
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Die Empörung des Musikers war so groß, dass er noch am Tag nach dem Erlebnis auf Twitter weiterschimpfte und betonte, dass er, der 28 Jahre im Geschäft sei, zu seinen Worten stehe. Der erste ist er übrigens nicht, der an der Tür scheiterte. Vor gut fünf Jahren gelangte DJ Hawtin nicht ins Berghain. Legendär ist die Episode um Britney Spears (für die Felix da Housecat auch schon gearbeitet hat): Sie wurde 1999 an der damaligen Edeldisco 90 Grad in der Schöneberger Dennewitzstraße abgewiesen. Der Türsteher hatte die Sängerin nicht erkannt.

In ist, wer drin ist - das gilt schon lange nicht mehr nur in Clubs wie dem Berghain, sondern auch in Arztpraxen mit Aufnahmestopp oder Wohnungsbesichtigungen. Hier lesen Sie einen Text über das exklusive Berlin.

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