Berlin : Wie geht es weiter in Mitte? Heute verhandelt Berlin mit dem Bund

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Das „Schloss“, der Bau barocker Fassaden auf dem Schlossplatz , könnte heute näher rücken und der Palast der Republik zum Abriss freigegeben werden. Bundeskanzler Gerhard Schröder wird mit seinem Kabinettsausschuss Neue Länder zu Gast beim Senat sein und mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit über Berlins Mitte sprechen. Dabei geht es auch um die Gestaltung des Schlossplatzes und die Empfehlungen der Expertenkommission, die den Bau barocker Fassaden befürwortet hat. Das Berliner Stadtschloss der Hohenzollern, das die DDR-Regierung sprengen ließ, soll nicht wiederaufgebaut werden, aber die Hülle, zumindest auf drei Seiten. Als Nutzer für das 670-Millionen-Euro-Projekt sind die außereuropäischen Sammlungen der Dahlemer Museen, die wissenschaftlichen Sammlungen der Humboldt-Universität sowie die Landes- und Zentralbibliothek interessiert. Ferner soll es Gastronomie und Läden geben, nur die Finanzierung steht noch in den Sternen. Die Kommission empfahl unter anderm, das Projekt mit Aktienkapital und den Erlösen aus Grundstücksverkäufen und eingesparten Sanierungen der Nutzer zu finanzieren, Bund und Land als Grundstückseigentümer beteuerten bisher, kein Geld zu haben.

Die Diskussion um den Schlossplatz währt seit mehr als zehn Jahren. Die Schließung des Palastes der Republik und die Abrissdiskussion gaben den Anlass. Kurz nach der Wende wurde der internationale Spreeinselwettbewerb gestartet, dessen Ergebnis zu nichts führte. Auch ein weiteres Investoren-Auswahlverfahren, von der Senatsbauverwaltung organisiert, verlief im Sande. Aber es brachte die Erkenntnis, dass über die künftige Nutzung des Geländes und die nötigen Mittel für die Finanzierung eines Neubaus Klarheit bestehen muss.C. v. L.

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