Berlin : Wie James Bond über die Spree düsen

Senkrechtstarter. Testpilot Veit Wunderlich ging auf der Spree in Köpenick mit dem Wasserdüsenrucksack in die Luft. 100 000 Euro kostet diese neue Erfindung. Foto: Paul Zinken
Senkrechtstarter. Testpilot Veit Wunderlich ging auf der Spree in Köpenick mit dem Wasserdüsenrucksack in die Luft. 100 000 Euro...

Was derzeit am Köpenicker Spreeufer gezeigt wird, erinnert James-Bond-Fans sofort an „Feuerball“ – in diesem Film war Agent 007 schon 1965 mit einem Düsenrucksack geflogen. Nun können das auch Wassersportler: Bei einer Yachtmesse der Bootshandlung Spree Marine wird erstmals in Berlin der wasserstrahlgetriebene „JetLev-Flyer“ vorgeführt. Veit Wunderlich vom Hersteller MS Watersports in Itzehoe düste am Mittwoch über die Spree und schwärmte, es gehe „ganz leicht“.

Bis zu zehn Meter hoch und 45 km/h schnell kann man fliegen. Die Kraft liefert ein 250-PS-Motor im Miniboot, das der Pilot hinter sich herzieht. Über Schläuche gelangt der Wasserstrahl in steuerbare Düsen, die am Rücken montiert werden. Der amerikanische Erfinder ist Teilhaber des deutschen Herstellers. Die Technik ist erst seit November marktreif und mit 100 000 Euro ein teurer Spaß. Trotzdem „haben wir 20 Einheiten verkauft und Anfragen aus mehr als zwölf Ländern“, sagt Alexander Theis von MS Watersports. Ob es Verleihstellen geben wird, ist noch offen. „Die Bedienung lernen die meisten Leute in 15 Minuten, man muss auch nicht sehr sportlich sein“, sagt Theis. Nur der Binnen-Sportbootführerschein ist Pflicht. CD

Die „Spree Marine Boat Show“ läuft am Sonnabend und Sonntag an der Grünauer Straße 3 gegenüber dem Köpenicker Schloss (Eintritt frei). Die Vorführungen finden jeweils um 12 und 15 Uhr statt.

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