Berlin : Wie Karnickel

Andreas Conrad

rät unserem Superbullen „Ankhor“ zur Mäßigung Der Frühling soll ja jetzt bald kommen und mit ihm die Jahreszeit, in der man individueller Hormonschwemme und ausschweifendem Liebesleben größtes Verständnis entgegenbringt. Wenn dann noch zoologisch erwünschte Nebeneffekte auftreten wie der Baby-Boom im Elefantengehege des Tierparks, ist die Freude grenzenlos. Kaum abschätzbar sind auch die Auswirkungen auf den Spielzeug- und Videomarkt: Unzählige junge Besucher werden nach der Besichtigung von „Horas“ auf ihrem eigenen Plüschelefanten bestehen. Ersatzweise ist dieses Bedürfnis durch Erwerb von „Dumbo“-, „Benjamin Blümchen“- oder „Dschungelbuch“-Kassetten zu befriedigen. Allerdings, „Ankhor“, der Superbulle, sollte sich bei seinen Liebesbemühungen auch das traurige Schicksal von Stadtbär „Tilo“ vor Augen halten. Der wurde 1994 gleich fünfmal Vater, was damals einige Platzprobleme im Bärenzwinger am Märkischen Museum mit sich brachte. Weitere Vaterschaft freilich ist ihm nach einem tierärztlichen Eingriff verwehrt, und er kann nur noch brummen: „Those were the days, my friend…“

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