Berlin : Wie komme ich an einen Schrebergarten? Einige Tipps

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Kleingärten sind durchschnittlich etwa 250 Quadratmeter groß. Im Ostteil der Stadt gibt es Grundstücke mit bis zu 600 Quadratmetern.

PREIS

Für den Unterhalt seines Kleingartens gibt der Landesverband Berlin der Gartenfreunde einen Schätzwert von 50 Euro im Monat an. Neben dem Pachtzins für das Grundstück und die gemeinschaftlichen Wege in der Kolonie fallen Strom- und Wasserkosten sowie Materialkosten für den Garten und die Laube an.

AUFLAGEN

Der niedrige Pachtzins für Kleingärten – in Berlin liegt er derzeit bei 0,3571 Euro pro Quadratmeter – ist an die Bedingung gebunden, auf einem Drittel des Grundstücks Obst und Gemüse anzubauen. Blumen und Zierpflanzen zählen nicht. Für die Pflege eines Kleingartens braucht man etwa 10 Stunden in der Woche. Daher empfiehlt der Landesverband der Gartenfreunde, die Parzelle mindestens mit zwei Personen zu unterhalten, da der Aufwand sonst zu groß ist. Der Kolonievorstand kontrolliert bei Rundgängen, ob die Anbauauflagen erfüllt werden.

ÜBERNAHME

Vorpächter haben auf dem Grundstück meist eine Laube und ein Auffangbecken für Abwasser installiert. Je nach Zustand der Anlagen variiert der Preis bei der Übernahme erheblich. Im Schnitt geben Kleingärtner für ihre Laube zwischen 3500 und 4500 Euro aus. Die Materialwahl ist frei, die Laube kann auch aus Stein gebaut werden. Marode Lauben werden bei der Übernahme oft abgerissen. Neue Abwassersammelbecken kosten bis zu 3000 Euro. Das Dichtigkeitsgutachten für die Anlage gibt der Grundstückseigentümer aus, Anlaufstelle ist der Bezirksverband der Kolonie.

WARTEZEIT

Rund 3500 Parzellen wechseln jedes Jahr ihren Pächter. Wer sich bewirbt, muss warten, bis ein Kleingarten frei wird. Je nach Standort liegen die Wartezeiten zwischen drei Monaten und viereinhalb Jahren.

ANTRAG

Schrebergärten werden beim betreffenden Bezirksverband der Kolonie beantragt. Wichtig ist, das Budget für den Abstand mit anzugeben. Hat der Vorpächter viel in die Ausstattung seiner Parzelle investiert, kann der zu zahlende Ausgleich dementsprechend hoch sein.

NUTZUNG

In den Ferien und am Wochenende darf in den Lauben übernachtet werden. Ganzjährig darf man dort nicht einziehen. Es gibt Ausnahmen für einzelne Häuser, die oft aus Sonderregelungen nach Kriegsende entstanden sind. Derzeit leben etwa 1500 Menschen in Gartenkolonien. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung löst diese Ausnahmegenehmigungen nach und nach auf.

KOLONIEN

Auf der Homepage der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung findet man die Liste der Bezirksverbände der Kolonien mit Telefonnummer. Viele von ihnen haben eine Webseite, auf der teilweise freistehende Parzellen angegeben werden. Auskunft erteilt auch der Landesverband Berlin der Gartenfreunde.

www.gartenfreunde-berlin.de, Tel. 30 09 32-0.

www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/stadtgruen/kleingaerten,

Tel. 9025-1657. cof

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