WIE MAN DURCHKOMMT : Fuß gewinnt gegen Bus

DIE U-BAHN

Die U 6 ist ab sofort zweigeteilt: Bis Herbst 2013 fahren die Züge im Süden zwischen Alt-Mariendorf und Französische Straße und im Norden zwischen Alt-Tegel und Friedrichstraße. In der ersten Phase bis 21. August muss zusätzlich am Halleschen Tor bzw. an der Schwartzkopffstraße in Pendelzüge umgestiegen werden, die alle 10 bis 15 Minuten bis zum Baubereich fahren.

DIE LÜCKE

Zwischen Französischer und Friedrichstraße empfiehlt die BVG einen 500 Meter langen Fußmarsch. „500 Schritte für die U 5“, heißt das Motto, obwohl „600 Schritte statt der U 6“ präziser wäre. Je nach Lauftempo ist man fünf bis zehn Minuten unterwegs und wird dabei von großen gelben Fußtapsen geleitet, die die BVG auf die Gehwege geklebt hat. Allerdings nicht durchgehend, was manche Auswärtige am Sonntag verwirrte. Für sie stand dafür am Premierentag viel Auskunftspersonal bereit. Zusätzliche zweisprachige Schilder vor und in den Bahnhöfen waren zwar reichlich vorhanden, aber erschlossen sich manchen Touristen nicht. Wirklich ernst wird es ohnehin erst an Werktagen und nach den Ferien, wenn viel mehr Fahrgäste sich auf den ohnehin schmalen Gehwegen der Friedrichstraße drängen werden. Wirklich gefährlich sind die Ausgänge an der Französischen Straße, die auf den schmalen Mittelstreifen der Friedrichstraße münden. Dort gibt es weder eine Warnung für Autofahrer noch einen Zebrastreifen oder eine Fußgängerampel.

DIE ALTERNATIVE

Es gibt keinen direkten Ersatzverkehr, aber der 147er-Bus fährt von der Friedrichstraße tagsüber im Zehnminutentakt zur Station Stadtmitte. Am Sonntag schaffte er die Tour knapp in den planmäßigen acht Minuten, aber werktags sind Verspätungen absehbar. Ab 13. Juli dürfte der Fahrplan völlig obsolet sein, weil dann die Friedrichstraße sowie die südliche Fahrbahn Unter den Linden für den Bau der U 5 gesperrt werden. Zwar erhalten die Linden eine provisorische Busspur, aber auf den engen Straßen ringsum sind gewaltige Staus absehbar.

Wer kann, umfährt die U 6 am besten weiträumig, etwa mit der U 8, der U 9 sowie den ebenfalls in Nord-Süd-Richtung fahrenden S-Bahnen S 1, S 2 und S 25. obs

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