Wie Zeichner den alten Fritz sehen : Pommes Fritz und Hundehaufen

Der Alte Fritz in der nähe des Potsdamer Platzes? So stellt sich Zeichner Sascha Dreier den Alten Fritz im neuen Berlin vor.

Der Alte Fritz im neuen Berlin
Der Alte Fritz im neuen BerlinZeichnung: Sascha Dreier

Frittierte Stäbchen? Die Speise ist dem Alten Fritz reichlich suspekt. Nur weil man Kartoffeln fürs Volk anbauen ließ, muss man sie doch nicht selber essen wollen. Erst recht nicht, wenn ein Cartoonist die Frechheit besitzt, den Preußenherrscher als Penner im Trench auf den Potsdamer Platz zu stellen. Da kennt Zeichner Sascha Dreier allerdings keinen Respekt. Der intellektuelle König, findet er, passt blendend als Clochard mit Zopf ins heutige Berlin. Immerhin hat es ihm Spaß gemacht, Friedrich II. alles mitzugeben, was dem wichtig war: seine Windspiele, die schon zu Lebzeiten alles durften und deshalb mitten aufs Trottoir kacken wie jede andere Töle auch. Seine Querflöte, mit der er an jeder Ecke ein paar Münzen verdienen könnte. Die Pommes verzehrt der Monarch mit Ketchup. „Sieht nach Blut aus“, sagt Sascha Dreier. „Das könnte für die Kriege stehen, die Friedrich geführt hat.“ Und zum Junkfood gibt es standesgemäß Rex-Pils.

Sascha Dreier, 41,

zeichnet Comics „seit dem achten Lebensjahr“ – heute vor allem für den Tagesspiegel und „Elf Freunde“. Derzeit arbeitet er an der Fortsetzung seines 2009 erschienenen Buches „Der Papierene“.

0 Kommentare

Neuester Kommentar