Berlin : Wieder brannte es in einer U-Bahn-Station

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Zum siebten Mal in diesem Jahr musste die Feuerwehr gestern zu einem Feueralarm bei der U-Bahn ausrücken. Um 10.50 Uhr meldete der Fahrer eines Zuges Rauch im Bahnhof Theodor-Heuss-Platz. Menschen waren nicht gefährdet, da die Station leer war und auch kein Zug im Tunnel stecken geblieben war. Die Feuerwehr musste nicht mehr eingreifen. Der Abschnitt Neu-Westend bis Sophie-Charlotte-Platz war eine Stunde gesperrt. Über die Ursache des Qualmes gab es gestern widersprüchliche Angaben. Die BVG behauptete, dass vermutlich weggeworfenes Papier zwischen den Gleisen von einer Zigarette entzündet worden sei. Der Zug habe keinen Defekt gehabt. Dem widersprach der Lagedienst der Polizei. Der BVG-Angestellte habe "Rauch an seinem Zug" entdeckt, sagte ein Polizist. Bei der Feuerwehr hieß es, dass im Bahnhof "keine Ursache für den Qualm gefunden wurde" - also auch keine Asche von verbranntem Papier. Wahrscheinlicher sei also, dass doch der Zug den Rauch verursacht habe.

In diesem Jahr hatten zwei Mal Stromabnehmer gebrannt, auch das Großfeuer an der Deutschen Oper am Tag der Love Parade 2000 war so verursacht worden. Nach diesen Feuern hatte die BVG ihre 102 "Gisela"-Züge aus dem Verkehr gezogen, sie werden jetzt mit neuen Abnehmern ausgerüstet.

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