Berlin : Wieder Streit in Jüdischer Gemeinde Vorstand für Abwahl des Gemeindevorsitzenden

In einem Monat wählt die Jüdische Gemeinde ein neues Parlament und eine neue Führung. Dennoch machten sich gestern verschiedene Parteien für die Abwahl des jetzigen Gemeindevorsitzenden Gideon Joffe stark. Joffes Stellvertreter und früherer Verbündeter Arkadi Schneidermann sowie die Vorstandsmitglieder Alexander Licht und Ronald Glasberg hatten zur letzten Sitzung der Repräsentantenversammlung gestern Abend einen Abwahlantrag gegen Joffe eingereicht.

Darin werfen sie ihm vor, die Sicherheit der Gemeinde gefährdet zu haben, da er Unbefugten Zugang zu sicherheitsrelevanten Informationen verschafft habe. Außerdem blockiere Joffe Nachforschungen über vermeintlich zu hohe Ausgaben für Veranstaltungen und ignoriere Vorstandsbeschlüsse. Zudem habe er gegen die Satzung der Gemeinde verstoßen, indem er zum Beispiel bei der Beratung über seine Bezüge mitgestimmt habe, was nicht zulässig sei.

Joffe wies die Vorwürfe zurück. Sie seien dem Wahlkampf geschuldet. Joffe tritt mit dem Bündnis „Hillel“ bei den Wahlen am 25. November an, Schneidermann, Glasberg und Licht mit der Gruppierung „Tachles“. Daneben kandidieren die Bündnisse „Atid“ und „Neue Namen“. Bei Redaktionsschluss stand noch nicht fest, ob Joffe als Gemeindevorsitzender abgewählt wurde oder nicht. clk

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