Berlin : Wieder Unruhe in der Jüdischen Gemeinde

Berlin - Nach einer turbulenten Vorstandswahl gibt es weiter Unruhe in der Jüdischen Gemeinde Berlin. Ihr neuer Chef Gideon Joffe soll den ehrenamtlichen Beauftragten für die Bekämpfung des Antisemitismus, Levi Salomon, von seinen Aufgaben entbunden haben, wie dieser der Agentur dapd mitteilte. „Er hat mir eine Woche eingeräumt, das Büro zu räumen“, sagte Salomon am Dienstag. Eine Begründung habe er nicht erhalten. Auch hauptamtlichen Mitarbeitern drohe das Aus. Joffe war laut dapd für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die Ex-Vorsitzende Lala Süsskind sagte zur Personalie Salomon: „Warum er gehen muss, ist mir unverständlich.“ Er habe seit vier Jahren als unabhängige Instanz in der Gemeinde gearbeitet und vornehmlich antisemitische Vorfälle erfasst und publik gemacht. Seinen Verweis aus den Räumen wertete sie als einen „Rückschlag für die Demokratie“ in der Gemeinde. dapd

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