• WieeinPolizist Integration fördern will Die türkische Zeitung „Hürriyet“ zitiert ein Interview zur Ausländerkriminalität

Berlin : WieeinPolizist Integration fördern will Die türkische Zeitung „Hürriyet“ zitiert ein Interview zur Ausländerkriminalität

Suzan Gülfirat

Am Sonntag nahm die türkische Tageszeitung Hürriyet Anstoß an den Worten eines deutschen Kriminalhauptkommissars. „Während der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, eine gesetzliche Pflicht zur Integration für alle Ausländer fordert, möchte er gleichzeitig, dass integrationsunwillige Ausländer abgeschoben werden“, zitierte die Hürriyet aus der Osnabrücker Zeitung (OZ). Die OZ hatte am Wochenende ein Interview mit dem Gewerkschaftler veröffentlicht, aus dem die auflagenstärkste türkische Tageszeitung in Europa am Tag darauf ausführlich zitierte. „Der Anstieg der Gewaltkriminalität hält an“, so Freiberg. „In Berlin ist inzwischen fast jeder fünfte ausländische Jugendliche straffällig, während das nur für knapp zehn Prozent der Deutschen gilt.“ Das gelte speziell für Raub und Sexualdelikte. Dabei beklagte er den „Hass junger Nichtdeutscher auch gegen die Polizei“.

Die Hürriyet erklärte dazu: „Während in Deutschland nicht einmal das von der Europäischen Union vorgesehene Antidiskriminierungsgesetz wegen der Streitigkeiten innerhalb der Parteien umgesetzt werden kann, steht jetzt die Zwangsintegration auf der Tagesordnung.“ Freiberg hatte eine „gesetzliche Pflicht zur Integration“ für Ausländer sowie Programme gefordert, die jedem „ausreichende Deutschkenntnisse und die Grundlagen unserer Demokratie und Kultur vermitteln“. Er erklärte die Verrohung von ausländischen Jugendlichen zu einer „Gefahr für die innere Sicherheit“. Die Hürriyet überschrieb ihren Beitrag mit der Schlagzeile: „Integration nach Vorstellung der Polizei“.

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