Berlin : Wiener Vollendung

„Neue Wohnkultur“ zeigt in einer Ausstellung die Möbelnachbauten des Jugendstilkünstlers Josef Hoffmann

-

Klare Formen, zeitlose Schlichtheit, höchste Eleganz – im November lädt „Neue Wohnkultur“ zu einem besonderen Highlight ein. Für insgesamt drei Wochen wird im Einrichtungshaus am Innsbrucker Platz eine exklusive Sonderausstellung zum einzigartigen Möbel-Oeuvre des österreichischen Architekten und Designers Josef Hoffmann (1870 - 1956) gezeigt.

„Wir freuen uns, die hochwertigen Exponate dieses großen Jugendstilkünstlers bei uns in einer interessanten Sonderausstellung präsentieren zu können“, sagt Rolf Homölle, Geschäftsführer der „Neuen Wohnkultur“. In seinem Unternehmen haben die qualitativ hochwertigen Nachbauten des für die Bau- und Designgeschichte des 20. Jahrhunderts so einflussreichen Designgenies schon seit vielen Jahren ihren festen Platz im Sortiment.

Josef Hoffmann, der 1870 im mährischen Pirnitz – heute Brtnice – in Tschechien geboren wurde und in diesem Jahr seinen fünfzigsten Todestag hat, gilt als einer der bedeutensten Vertreter der „Wiener Secessionisten“, einer Bewegung, die sich parallel zum eher floral geprägten Formenspiel des französischen Art Nouveau entwickelt hatte. Nach Absolvierung eines Architekturstudiums wurde Hoffmann an der Wiener Kunstgewerbeschule mit gerade mal 29 Jahren Professor.

Gemeinsam mit dem Maler, Graphiker und Kunstgewerbler Kolo Moser gründete er 1903 die legendäre Wiener Werkstätte, eine Vereinigung von Künstlern und Handwerkern, deren Ziel die Gestaltung zweckmäßig moderner und handwerklich hervorragender Gebrauchsgegenstände war.

Nicht zuletzt wegen der vollendeten Formgebung zählen Hoffmans Möbel-Entwürfe heute zu den überaus begehrten Klassikern. In der „Neuen Wohnkultur“ wird die am Freitag, den 3. November eröffnende Hoffmann-Ausstellung gemeinsam mit der österreichischen Möbelmanufaktur „Wittmann“ ausgerichtet. Die traditionsreiche Firma „Wittmann“, die 1896 als Sattlerei gegründet wurde und heute international erfolgreich in der inzwischen vierten Generation geführt wird, besitzt seit Ende der sechziger Jahre die Exklusivrechte für die gesamten Möbelentwürfe des Jugendstilkünstlers. Sie sind die Grundlage für die mit größter Sorgfalt und höchster Handwerkskunst von „Wittmann“ angefertigten Möbelstücke. Ob die klassisch elegante Polstergruppe „Alleegasse“, die 1912 für das Musikzimmer der Wiener Stadtwohnung in der Alleegasse von Dr. Hugo Koller entworfen wurde, ob die Polstergruppe „Villa Gallia“, die 1913 für die Villa der Familie Gallia entstand oder der avantgardistische Holzlattenstuhl „Purkersdorf“ – die meisten von Josef Hoffmanns Möbelentwürfen entstanden im Kontext konkreter Architekturaufgaben.

Hoffmann war ein Gesamtkünstler. Er gestaltete seine Bauten von den Möbeln bis zum Essbesteck durch. Sein erster wesentlicher und international beachteter Bau war 1904 das Sanatorium Pukersdorf bei Wien. Von 1905 bis 1911 entstand das spektakuläre Palais Stoclet in Brüssel, mit dem Hoffmann auf geniale Weise die Umsetzung des angestrebten Gesamtkunstwerks gelang: die Versöhnung von Kunst und Leben, eine Ästhetisierung aller Lebensbereiche. Die nach dem Palais Stoclet benannten Polstermöbel, die heute ebenfalls von „Wittmann“ nachgefertigt werden, waren damals einer der Höhepunkte der beeindruckenden Ausstattung. Heute lassen sich diese so bequemen wie ästhetisch perfekten Möbel je nach Einrichtungsstil und Geschmack mit höchst unterschiedlichen Interieurs kombinieren.

Neben den einzigartigen Klassikern von Josef Hoffmann ist das Unternehmen „Wittmann“ international auch für eine zeitgenössische Möbel-Kollektion bekannt, die modernes Design mit feinster Lederverarbeitung verbindet und so den höchsten Ansprüchen gerecht wird. Ob bei (Schlaf-) Sofas, Sesseln, Stühlen, Bänken, Tischen oder Betten – stets arbeitet „Wittmann“ mit renommierten Designern zusammen wie etwa Paolo Piva oder Jan Armgardt. Jedes Möbelstück wird von Hand angefertigt. An der Entstehung sind Tischler, Schlosser, Polsterer und Näherinnen beteiligt. Sie machen mit ihrer handwerklichen Sorgfalt und Genauigkeit sowie den laufenden strengen Kontrollen jeden „Wittmann“ zu dem, was er letztlich ist: ein perfektes, bis ins letzte Detail durchdachtes und präzise verarbeitetes Möbel.

Am kommenden verkaufsoffenen Wochenende – wenn in der „Neuen Wohnkultur“ die bis zum 25. November andauernde Hoffmann-Sonderausstellung eröffnet wird – werden von der Firma „Wittmann“ auch fachkundige Werkrepräsentanten im Einrichtungshaus am Innsbrucker Platz anwesend sein: am Sonnabend, den 4. November, von 10 bis 18 Uhr sowie am Sonntag, den 5. November, von 12 bis 17 Uhr. Die ausgewiesenen Experten von „Wittmann“ stehen Besuchern und Interessierten für alle Fragen rund um die beeindruckenden Möbelklassiker von Josef Hoffmann zur Verfügung. Seien Sie herzlich eingeladen, an diesem besondern Event teilzunehmen. Ein Besuch lohnt sich. Schauen Sie doch einmal vorbei.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben