WILDE MARK : Brandenburgs Problemtiere

Gefräßig (II)
Gefräßig (II)Foto: picture-alliance/ ZB

KNAPP EINHUNDERT WÖLFE



Brandenburg ist wieder Wolfsrevier. 150 Jahre ausgerottet, war 2007 hier das erste Rudel der streng geschützten Raubtierart gesichtet worden. Heute leben in der Prignitz, im Fläming und im Lausitzer Hauptrevier rund 95 Tiere. Lieblingsspeise sind Rehe, ab und zu wird auch mal ein Schaf gerissen. Die Statistik zählt 83 gerissene Weidetiere seit der Rückkehr, bei 90 000 Kühen und 80 000 Schafen im Land, wobei Bauern entschädigt werden. Für die nächsten 20 Jahre wird mit einer Ausbreitung auf bis zu einige hundert Wölfe in ganz Brandenburg gerechnet, sodass auch im Berliner Umland einige Tiere auftauchen werden. Um Konflikte zu entschärfen, Ängsten zu begegnen, gibt es einen „Managementplan“. Er wird auch vom Landesjagdverband und vom Landesbauernverband mitgetragen, obwohl die den Wolf – und das strenge Jagdverbot – kritisch sehen.

KORMORANE

Er vertilgt Unmengen Fisch, der Kormoran, was auch in Brandenburg die Fischer regelmäßig in Rage brachte. Doch seit einigen Jahren dürfen, auf Antrag, die Kormorane in der Brutzeit „verschreckt“ werden – was Nachwuchs verhindert. Nach dem früher regelmäßig um den Abschuss von Kormoranen gestritten wurde, haben sich die Konflikte entschärft. Der Bestand an Kormoranen in Brandenburg ging zurück. Derzeit gehen die Umweltbehörden von rund 1700 Brutpaaren aus, vor einigen Jahren waren es noch 2700. Das liegt weniger an an Aktionen des Menschen, sondern am Waschbären, der sich ebenfalls ausgebreitet hat. Der holt sich gern Eier und Jungtiere. thm

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