• Wildes Grillen: Bezirk schaut resigniert zu Bußgelder im Tiergarten „nicht durchsetzbar“

Berlin : Wildes Grillen: Bezirk schaut resigniert zu Bußgelder im Tiergarten „nicht durchsetzbar“

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Trotz eher kühleren Wetters schickte der Bezirk gestern zwei Doppelstreifen des Ordnungsamtes in den Tiergarten – um illegalen Grillern Broschüren in die Hand zu geben und an ihre Vernunft zu appellieren. Wirtschaftsstadtrat Dirk Lamprecht (CDU) sagte, dass Bußgelder wohl nicht durchsetzbar seien, da die Polizei keine Unterstützung schicken könne. Sie ist an diesem Wochenende mit dem türkischen EuropaFest und der Fahrrad-Sternfahrt ausgelastet. Der zuständige Abschnitt habe mitgeteilt, dass die Kiezstreifen „nur in Notfällen“ Unterstützung bekommen können. Ohne Unterstützung durch die Polizei könne das Ordnungsamt wegen illegalen Grillens kein Bußgeld „gegen eine türkische Großfamilie durchsetzen“.

Am Wochenende zuvor sei die Situation „nicht mehr beherrschbar“ gewesen, bestätigte der Stadtrat. Lediglich morgens sei eine Streife unterwegs gewesen. Danach mussten die zur Verfügung stehenden elf Kiezpolizisten auf Anforderung der Polizei das Abschleppen von Autos überwachen, die auf der Route des israelischen Präsidenten Katsav parkten.

„Wir können nicht überall sein“, hieß es. Derzeit seien nur 16 der 28 Stellen im Ordnungsamt besetzt, ab Monatsmitte voraussichtlich 22, sagte Lamprecht. „Das reicht dann für eine Streife pro Schicht und Altbezirk“ – also eine für Tiergarten, Mitte und Wedding. Ha

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