• Wildtier in der Stadt: Freie Wildbahn Berlin - Menschen, Tiere, Sensationen im Großstadtdschungel

Berlin : Wildtier in der Stadt: Freie Wildbahn Berlin - Menschen, Tiere, Sensationen im Großstadtdschungel

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Affenzirkus, Schlangenalarm und Löwenjagd ... Immer wieder wurde Berlin in der Vergangenheit zur freien Wildbahn für entlaufende Tiere - und was sonst für wilde Kreaturen gehalten wurde. Anfang 1998 trieb sich ein Affe vier Wochen lang im Osten der Stadt herum. Zum ersten Mal war der Japan-Makake Mitte Januar in der Siedlung Biesenhorst gesichtet worden. Anwohner in Biesdorf fütterten den Primaten mit Äpfeln, Brot und Bananen. Erst vier Wochen später gelang es Pflegern des Tierparks Friedrichsfelde, den Affen auf einer Baustelle in der Ringenwalder Straße in Marzahn einzufangen.

Auf dem Bahnhof Lichtenberg raubte den Fahrgästen des Interregio aus Münster am 20. Dezember 1999 eine Schlange den Atem. Das Tier war der Eigentümerin während der Zugfahrt aus dem Transportkorb entflohen und hatte sich hinter den Sitzbänken verkrochen. Mitarbeiter der Bahn und Beamte des Bundesgrenzschutzes riefen wiederum die Tierpfleger aus Friedrichsfelde zur Hilfe, die das Kriechtier - eine ungiftige Kornnatter - zurück in die Obhut ihrer Besitzerin beförderten.

Nur selten versetzt ein Raubtieralarm wie im August dieses Jahres die Stadt in Unruhe, als ein vermeintlicher Löwe bis nach Berlin brüllte. Zwischen Bestendorf und Schenkensee, rund zwanzig Kilometer südlich von Berlin, wollten Zeugen am 23. August ein "großes, dunkelbraunes Tier, größer als ein Schäferhund", erspäht haben. Jäger, Forstbeamte und rund 60 Polizisten machten sich daraufhin auf die Pirsch nach einem "großen Raubtier". Kinder wurden vom Badesee weg in Sicherheit gebracht, eine Berliner Wandergruppe suchte Zuflucht in einer Gaststätte und musste zwangsweise den Heimweg antreten. Die Suche nach dem vermeintlichen Löwen wurde am kommenden Tag allerdings erfolglos abgebrochen.

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