Berlin : Willy Brandt in Warteschleife Flughafen-Name noch offen

Die Flughafengesellschaft hat noch nicht entschieden, wie der ausgebaute Flughafen in Schönefeld in Zukunft heißen wird. Der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Michael Müller hat jetzt, wie berichtet, einen Vorschlag des Brandenburger Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) aufgegriffen, den Flughafen nach Willy Brandt zu benennen. Platzecks Vorstoß von 2004 war folgenlos verpufft.

Dabei könnten die Politiker den künftigen Namen selbst im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft festlegen. Platzeck sitzt ebenso in dem Gremium wie der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, der sogar Vorsitzender des Aufsichtsrats ist.

Die bisher benutzte Bezeichnung Berlin-Brandenburg International (BBI) ist nach Angaben der Flughafengesellschaft nur ein Arbeitstitel. Sie hat sich aber bereits als Marke etabliert. Der Flughafen könnte auch BBI-Willy-Brandt-Flughafen heißen – so wie bereits Tegel den Zusatz Otto Lilienthal trägt, was aber nur selten erwähnt wird.

Durchgesetzt haben sich dagegen die Namen ehemaliger Politiker beim Franz-Josef-Strauß-Flughafen in München, in Paris – Charles de Gaulle – oder beim John F. Kennedy Airport (JFK) in New York. Als internationales Kürzel ist BBI nicht verwendbar. Es ist bereits an Bhubaneshwar in Indien vergeben. kt

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