Wilmersdorf : Bagger räumen die Kolonie Württemberg

Neue Wohnungen statt Datschen: Nachdem der Streit zwischen Kleingärtnern und Investoren vor Gericht entschieden ist, entsteht in der Seitenstraße des Kurfürstendamms ein Wohngebäude.

Ende einer Kolonie: An der Württembergischen Straße rollen die Bagger. Nachdem der Streit zwischen den Kleingärtnern und den Investoren vor Gericht entschieden ist, entsteht in der Seitenstraße des Kurfürstendamms ein Wohngebäude mit einer Fläche von 24 000 Quadratmetern und voraussichtlich 210 Wohnungen. Das Bauvorhaben war zunächst auf Eis gelegt worden, weil die Bankenkrise die Finanzierung des Neubaus nach Plänen von Architekt Eike Becker ausgebremst hatte. Dass der Neubau nun doch kommt, wird durch den Wechsel des Grundstückseigentümer möglich: Für den Fondsgiganten Morgan Stanley springt die Berliner Gesellschaft Bauwert ein. Deren Sprecher Henning Hausmann sagte, dass die genehmigten Baupläne leicht modifiziert verwirklicht werden sollen: Statt großzügiger Loftwohnungen mit vier Meter hohen Decken, Schwimmbad und Concierge-Service will das Unternehmen „marktübliche“ Miet- und Eigentumswohnungen in dieser guten Lage des Stadtteils Wilmersdorf errichten. Durch die veränderten Pläne kann ein Geschoss mehr auf derselben, bereits genehmigten Bauhöhe untergebracht werden, die sich an der Berliner Traufe orientiert. Auch die Fassade des Gebäudes soll konventioneller als in den ursprünglichen Entwürfen gestaltet werden. Die Veränderungen sollen dem Sprecher zufolge im Rahmen der bereits genehmigten Bauplanung erfolgen. Der Grundstein wird nach deren Abstimmungen mit dem Bezirk gelegt. Zu den Preisen der Wohnungen wollte Hausmann nichts sagen. ball

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