Winterwetter : Tödlicher Sturz am Holocaust-Mahnmal

Chaos in der Stadt: Das anhaltende Winterwetter verursachte folgenreiche Unfälle. Außerdem mussten Flüge gestrichen werden. Eine Frau erlitt bei einem Sturz am Holocaust-Mahnmal tödliche Verletzungen.

Eine Fußgängerin kam durch Glatteis in Mitte ums Leben, ein Autofahrer wurde bei einem schweren Unfall auf rutschigem Asphalt in Spandau lebensgefährlich verletzt: Das anhaltende Winterwetter verursachte gestern erste folgenreiche Unfälle. Im Flugverkehr von und nach Tegel ging wegen des Schneefalles am Donnerstag zeitweise nichts mehr. Nach Auskunft eines Flughafensprechers hatten sich durch das notwendige Enteisen der Maschinen bereits am Morgen so große Verspätungen aufgebaut, dass danach mehr als 40 Flüge gestrichen werden mussten. Die Bahn hatte hingegen kaum wetterbedingte Probleme.

Nach Polizeiangaben glitt eine 34-jährige Fußgängerin an der Westseite des Holocaust-Mahnmals am späten Nachmittag so unglücklich aus, dass ihr Kopf mit Wucht auf den Boden schlug. Sie erlitt tödliche Verletzungen und starb noch am Unfallort. Auch ein sofort herbeigerufener Notarzt konnte ihr nicht mehr helfen. Am Morgen war ein 46-jähriger Golffahrer auf dem Altstädter Ring in Spandau auf einen Sattelzug aufgefahren. Das unter dem Laster klemmende Auto wurde laut Polizei noch etwa 50 Meter mitgezogen. Die Feuerwehr befreite den lebensgefährlich verletzten Fahrer mit schwerem Gerät aus dem total zerstörten Auto. Ansonsten ereigneten sich gestern trotz des Winterwetters kaum mehr Unfälle als an normalen Tagen. Die Autofahrer hätten sich sehr gut auf Glätte und Schnee eingestellt, sagte ein Polizeisprecher.

Hintergrund der starken Behinderungen im Flugverkehr ist offenbar ein Kapazitätsproblem: Weil so viele Maschinen aufs Enteisen warten mussten, dass die Stellflächen knapp wurden, ließ die Flugsicherung anderswo Maschinen mit dem Ziel Berlin-Tegel gar nicht erst starten. In Schönefeld gab es ebenfalls Verspätungen, aber kaum Ausfälle. obs/cs/ddp

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