Berlin : „Wir arbeiten schon jetzt mehr als nötig““

Protest gegen Soli-Pakt-Pläne bei Personalversammlung im Rathaus Reinickendorf

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Schlechte Stimmung auf der Personalversammlung des Bezirksamtes Reinickendorf: „Wir sind uns einig, so geht es nicht", resümierte der Personalratsvorsitzende HansJürgen Ziese gestern vor rund 800 Mitarbeitern des Bezirksamtes im Ernst-Reuter-Saal des Rathauses. Verwaltung, Personalrat und Beschäftigte sind sich einig in der Sorge um die Zukunft", sagt Ziese mit Blick auf die gescheiterten Solidarpakt-Verhandlungen. Mit „Angst, Unruhe und Sorge" beschrieb Bürgermeisterin Marlies Wanjura (CDU) die Stimmung. Der Senat müsse anerkennen, dass der Bezirk bereits seit zehn Jahren spare und keine Rücklagen mehr habe. Viele Kollegen, die längst mehr arbeiten müssten, „wären froh, wenn wir nur die 42-Stunden-Woche hätten", die nun vom Senat gefordert werde. „Wir arbeiten schon jetzt mehr als notwendig“. Die Bezirke würden jetzt für ihre Sparbemühungen auch noch bestraft, kritisierte der Personalrat. Der bereits in den vergangenen Jahren vom Senat geforderte „Einkommensverzicht für sichere Arbeitsplätze" habe noch nie zu mehr oder sicherer Arbeit geführt. du-

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