Berlin : Wir brauchen die „alten Kämpen“

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Betrifft: Schulen in Berlin

Warum ich gerne mit „Alten Kämpen“ zusammenarbeite? „Alte Kämpen und Kämpferinnen“ erkennen sofort, ob die angepriesenen Maßnahmen und Instrumente tauglich sind für den Schulalltag, ob sie Erfolg versprechen und dem eigenen Wohlbefinden zuträglich sind. Das sind die heutigen Einstiegsbedingungen für eine Innovation der Schule.

Mit den Vereinen „Berlin bewegt“ und „Gesunde Stadt“ versuche ich seit geraumer Zeit, innovative Konzepte in die Grundschulen zu tragen. Dazu gehört das Konzept „Moving School 21 – Gesundheitsförderung und Bewegungserziehung an Berliner Grundschulen“. Ziel ist es, die gesundheits- und leistungsbeeinträchtigenden Faktoren bei Schülern und „Alten Kämpen“ wirksam zu bekämpfen.

Die Altersstruktur der Lehrer in Berlin weist auf das generell bestehende Problem in Berlin hin: War in früherer Zeit Innovation durch eine natürliche Altersdurchmischung der Lehrerschaft garantiert, ist heute diese – gleichsam natürliche – Weise der Modernisierung nicht mehr möglich. Schuld daran trägt die Einstellungspolitik der letzten 20 Jahre mit der Folge, dass die Ergebnisse von Forschung und Entwicklung in den relevanten Wissenschaftsbereichen der Pädagogik und der Fachwissenschaften über den natürlichen Austausch von Lehrern keinen Eingang mehr in den Schulalltag finden. Ratschlag für die Rettung von Berlins Schulen: Gute Personalpflege und rücksichtsvoller Umgang mit den „Alten Kämpen und Kämpferinnen“ ist angeraten – die Schule braucht deren Erfahrungen wohl noch sehr lange!

Stephan Riegger, FU Berlin

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