Berlin : Wirbel um BVG-Job für Frau des Verdi-Chefs

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Bei der BVG gibt es einen neuen Vorwurf der „Vetternwirtschaft“. Laut „Spiegel“ ist die Frau des VerdiChefs Frank Bsirske ohne Ausschreibung von Bsirskes langjährigem Gewerkschaftskollegen und heutigem BVG-Personalvorstand Hilmar Schmidt-Kohlhas als Vorstandsreferentin eingestellt worden. Bei Referenten, zu denen es ein besonderes Vertrauensverhältnis geben müsse, sei dies üblich, sagte Schmidt-Kohlhas gestern dem Tagesspiegel. Nachdem die Stelle frei geworden war, habe man sechs Kandidaten ausgeguckt, Bsirskes Frau habe eine „Initiativbewerbung“ abgegeben. Da sie fachlich am besten qualifiziert gewesen sei, habe er sich für sie entschieden.

Aus den Bewerbungsunterlagen sei nicht ersichtlich gewesen, dass sie die Frau von Bsirske ist, so Schmidt-Kohlhas weiter. Sie hat nach der Heirat ihren alten Namen behalten. Er habe sie vorher auch nicht persönlich gekannt. Im Bewerbungsgespräch habe die Kandidatin dann auf die Ehe mit Bsirske verwiesen.

Schmidt-Kohlhas war vor seinem Amtsantritt bei der BVG Anfang 1999 Gewerkschaftsfunktionär der ÖTV in Stuttgart. Die ÖTV ist in der Gewerkschaft Verdi aufgegangen. kt

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