Berlin : Wirtschaft macht sich für die A 100 stark

Nicht nur die Gegner, sondern auch die Befürworter eines Ausbaus der A 100 von Neukölln zum Treptower Park machen mobil. „Die Berliner Wirtschaft unterstützt den Senat nachdrücklich beim Weiterbau der Stadtautobahn“, erklärte die Industrie- und Handelskammer (IHK) am Donnerstag. Wie dringend die neue, leistungsfähige Verbindung gebraucht werde, zeige schon heute der tägliche Stau. Mit Eröffnung des Flughafens BER werde die Belastung im Südosten Berlins noch deutlich zunehmen.

Über 100 Berliner Unternehmen und 40 Wirtschaftsverbände und Kammern bekennen sich öffentlich zu dem Projekt. Die konzertierte Aktion nennt sich „Wirtschaft pro A 100“ und sammelt online weitere Stellungnahmen ein. Zu dem Verkehrsprojekt, das von Grünen, Linken, Piraten, Umweltverbänden und Bürgerinitiativen abgelehnt wird, gibt es aus Sicht der Wirtschaft keine Alternative. „Die Autobahn bündelt den Wirtschaftsverkehr, erschließt Gewerbestandorte, entlastet die Innenstadt vom Durchgangsverkehr und verringert die Lärm- und Schadstoffbelastung“, teilte der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Christian Wiesenhütter mit.

In einem Positionspapier benennt die IHK zehn Verkehrsvorhaben, die sie für vordringlich hält: Ein leistungsfähiger Flughafen, Verlängerung der A 100 und Schließung des innerstädtischen Autobahnrings, eine vierspurige Tangentialverbindung Ost, der Wiederaufbau der Dresdner Bahn, die Sanierung von Straßen, der Bau der Ortsumgehung Ahrensfelde, die Optimierung der Wasserstraßen und der innerstädtischen Verkehrsorganisation, die Elektrifizierung der Bahnverbindung nach Stettin und der Ausbau der Bahnstrecke nach Breslau. za

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