Wirtschaftsstandort Berlin : Abgeschlagen auf den hinteren Rängen

WIRTSCHAFTSKRAFT

Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Berlins hat sich in den letzten fünf Jahren relativ gut entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von 77,6 Mrd. (2004) auf 90,1 Mrd. Euro (2009). Umgerechnet auf jeden Einwohner waren das letztes Jahr knapp 26 300 Euro. Mit dieser Wirtschaftskraft liegt Berlin weit hinter den anderen Stadtstaaten Hamburg (48 300 Euro) und Bremen (40 500 Euro). Im bundesweiten Ländervergleich steht es im Mittelfeld – vor den fünf ostdeutschen Flächenländern.

FINANZKRAFT

Damit ist es in Berlin nicht weit her. Beim kommunalen Steueraufkommen je Einwohner (Gewerbe- und Grundsteuer, anteilige Einkommen- und Umsatzsteuer) liegt die Stadt mit 564 Euro zwischen Dortmund und Duisburg auf den hinteren Rängen. Die Steuerkraft von Hamburg und München ist doppelt, die von Frankfurt/Main sogar dreimal so hoch. Im bundesstaatlichen Finanzausgleich erhielt Berlin wegen schwacher Finanzkraft 2,89 Mrd. Euro, Bayern musste 3,37 Mrd. Euro einzahlen.

EXISTENZGRÜNDER

Letztes Jahr wurden in der Hauptstadt 40 100 neue Betriebe gegründet. Damit setzt sich der Gründungsboom im sechsten Jahr hintereinander fort. Die Stadt lag 2009 im Ländervergleich an der Spitze – vor Hamburg und Hessen. Auch wenn man stillgelegte Betriebe abzieht, bleibt ein positiver Saldo von 31 Neugründungen je 10 000 Einwohner. Damit hält Berlin ebenfalls den Rekord – vor den Bayern und Hamburgern.

WISSENSCHAFT

An den 31 Universitäten und Hochschulen Berlins waren im Wintersemester 2008/09 insgesamt 135 327 Studierende eingeschreiben. Davon 16 Prozent Ausländer. 24 401 junge Menschen lernten an naturwissenschaftlichen Fachbereichen, davon ein gutes Drittel Informatik. 17 064 studierten Ingenieurwissenschaft, 16 796 Wirtschaftswissenschaft, 8740 Medizin. za

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