Wissenswertes : Die Ortsteile im Überblick

Lichtenrade

Das Dorf wurde 1375 im Landbuch von Kaiser Karl IV. erwähnt. Der Name leitet sich von „Lichtenrode“ ab, einer durch Rodung entstandenen Lichtung. Die Dorfkirche aus Feldsteinen stammt aus dem 14. Jahrhundert. Erst im 19. Jahrhundert begann die Einwohnerzahl zu wachsen. Nach der Eingemeindung 1920 wurde die Landwirtschaft verdrängt. Erst nach 1960 entstanden große Wohnsiedlungen. du-

Mariendorf
Das 1337 erstmals erwähnte Mariendorf befand sich im Besitz des Johanniterordens und wird in Urkunden auch als „Margendorpe“ bezeichnet. Es wurde 1435 zusammen mit Tempelhof und Marienfelde an Berlin verkauft und 1590 an die Nachbarstadt Cölln weiterveräußert. Die 1838 fertiggestellte Fernstraße nach Dresden führte durch das Dorf, dessen Anbindung durch die Verlängerung der Pferdebahn vom Halleschen Tor (1887) und einen Bahnhof der Dresdner Bahn (1895) verbessert wurde. Die 1913 eröffnete Trabrennbahn hat Mariendorf weit über Berlins Grenzen hinaus bekannt gemacht. du-

Friedenau
Der Ortsteil entstand erst ab 1871, um die Wohnungsnot nach dem Deutsch-Französischen Krieg zu mildern. Das Areal hatte zuvor der Hamburger Unternehmer Johann Anton Wilhelm von Castenn erworben. Er ließ nach Plänen des Architekten Johannes Otzen eine Landhauskolonie bauen. Die Zentralachse bildete die heutige Bundesallee, die damals Reichsallee hieß. Bereits ab 1887 mussten Villen dem Neubau von größeren Mietshäusern weichen. du-

Schöneberg
Der Ortsteil, der 1920 mit Friedenau zum gleichnamigen Bezirk fusionierte, taucht als „Sconenberch“ 1264 in einer Urkunde auf. Trotz heftigen Widerstandes ließ Friedrich II. gleich daneben das Dorf Neu-Schöneberg für böhmische Weber errichten. Erst 1874 erfolgte die Gründung einer gemeinsamen Gemeinde. Neuen Protest gab es, als Wilhelm I. bereits 1861 Teile des Ortes als Schöneberger Vorstadt nach Berlin eingemeindete. Bekannt wurde Schöneberg unter anderem durch sein Rathaus, das während der Teilung der Stadt als Westberliner Regierungssitz diente. Hier hielt John F. Kennedy am 26. Juni 1963 seine berühmte Berlin-Rede. du-

Mehr Wissenswertes

Tempelhof-Schöneberg ist in Sachen Kriminalität statistisch unauffällig. Nur Einbrecher mögen den Bezirk einigermaßen, Graffiti-Sprayer gar nicht; nirgendwo in Berlin gibt es so wenig Wandschmierereien. Weit vorne liegt die Anzahl der Spielplätze, 171 Flächen für die Kleinen können nur Mitte (272) und Pankow (212) überbieten. Beim Autoverkehr zeigt sich der Bezirk von seiner harten Seite. Im letzten Jahr gab es mit fast 13 000 Unfällen die drittmeisten in Berlin, fünf Verkehrstote bedeuten einen traurigen zweiten Platz gleich hinter Mitte. nia

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