WM-Test : Katastrophenübung mit 2000 Einsatzkräften

Eine der größten Katastrophenübungen in der Geschichte Berlins hat am Samstagvormittag in der Hauptstadt begonnen. Vor der Fußball-WM wird mit rund 2000 Kräften die Einsatzbereitschaft getestet.

Berlin - Neben Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, Technischem Hilfswerk und anderen Hilfsorganisationen muss auch das Krankenhauspersonal den Ernstfall proben. Unter Leitung der Feuerwehr müssen die Helfer drei Schreckensereignisse bewältigen, die nahezu parallel an verschiedenen Orten simuliert werden.

Die Übung wird von Vertretern der Fifa sowie von rund 200 Sicherheitsexperten aus ganz Europa beobachtet. In Mariendorf wird durchgespielt, was beim Einsturz einer Großbildleinwand vor unzähligen Fußball-Fans passieren könnte. Ein solcher Unfall hatte sich tatsächlich 1990 bei der Silvesterfeier am Brandenburger Tor ereignet. In Karlshorst müssen sich die Helfer um die möglichen Folgen einer Explosion kümmern, die auf einem Firmengelände zu einem Großbrand führt. Am S-Bahnhof Gesundbrunnen in Wedding wird simuliert, wie ein Baustellenunfall auf Bahngelände giftige Gase freisetzt. An allen drei Schauplätzen herrschte am Samstag dichtes Schneetreiben.

Szenario und Ablauf der Übung sind laut Feuerwehr sehr realitätsnah. So wussten die Kräfte vorher nicht, an welcher Stelle sie zum Einsatz kommen. Außerdem gibt es bei dieser Simulation bei jedem der drei Unglücke viele Verletzte. Diese Mitspieler müssen gerettet, versorgt und koordiniert in Krankenhäuser gebracht werden. Bis Ende April solle die Übung ausgewertet werden, um noch Nachbesserungen am Sicherheitskonzept der Haupstadt vornehmen zu können, sagte Landesbranddirektor Albrecht Broemme. (tso/dpa)

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