Berlin : Wo der Wald die Ufer berührt

-

Jetzt den Lenker unbedingt festhalten, es geht über Wurzeln und Furchen, es holpert und rüttelt ein wenig. Und hinter der nächsten Kurve bremst vielleicht eine kleine Sandkuhle die Fahrt. Aber warum sollte uns die Mark Brandenburg ihre kleinen Paradiese so einfach überlassen? Ganz ohne Einsatz?

Zum Beispiel die Waldwege am Ufer des Krimnicksees bei Königs Wusterhausen, am Dolgensee zwischen Gussow und Friedrichsbauhof oder am Krüpelsee vor Senzig.

Hier radeln wir unter Buchen und Birken durch Licht und Schatten, vorbei an Uferwiesen und viel Heidekraut. Und zwischen den Stämmen glitzern die Dahmeseen.

Jetzt den französischen Schriftsteller Émile Zola zitieren, der einst im Radsattel die „frohe Trunkenheit des Dahinrollens“ genoss. Oder Simone de Beauvoir, die beim Radeln mit Jean-Paul Sartre jubelte: „Ich fühl’ mich so herrlich frei.“ Dafür bleibe ich gerne mal in einer Sandkuhle stecken.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben