Berlin : Wo nichts mehr geht

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Die öffentlichen Gewerkschaften haben im Rahmen der Tarifrunde weitere Warnstreiks angekündigt.

Schon am heutigen Sonntag müssen sich beispielsweise Badegäste darauf einstellen, vor geschlossener Schwimmhalle zu stehen: Von 8 bis 10 Uhr sind die Beschäftigten in den Bädern Baumschulenweg an der Neuen Krugallee, in der Seestraße (Wedding) und im Stadtbad Wilhelmsruher Damm (Märkisches Viertel) zum Warnstreik aufgerufen.

Am Montagmorgen werden die Aktionen in Berlin ausgeweitet. Arbeitsniederlegungen werden von Demonstrationen begleitet. Die städtischen Kindertagesstätten werden am Vormittag bestreikt. Laut Verdi und GEW sind die Eltern rechtzeitig über Schließungen und Notdienste benachrichtigt worden. Die Erzieherinnen werden ab 7.30 Uhr demonstrieren. Nach Gewerkschaftsangaben ziehen sie von der Friedrichstraße vor das Rote Rathaus, wo ab 8.30 Uhr eine Kundgebung stattfinden wird. Zu dieser werden auch Beschäftigte aus den Verwaltungen, den Schulen und der Polizei erwartet.

Auch die Mitarbeiter der Stadtreinigung werden sich am Warnstreik beteiligen. Sie werden zwischen 6 und 10 Uhr die Arbeit niederlegen, so dass Müllabfuhr und Straßenreinigung später kommen werden. Verdi erwartet, dass rund 4500 Mitarbeiter an der Aktion teilnehmen werden. Eine Kundgebung wird es vor dem BSRBetriebshof Ringbahnstraße in Tempelhof geben. Sie soll gegen 8 Uhr stattfinden.

Bestreikt werden auch das Arbeitsamt Südwest und die Landesversicherungsanstalt , auch das Wasserschifffahrtsamt ist betroffen. Das führt laut Verdi dazu, dass die Schleuse Spandau geschlossen sein wird. Beschäftigte der Technischen Universität und des Studentenwerkes werden ebenfalls am Vormittag befristet die Arbeit niederlegen. Auch sie werden sich an einer Demonstration beteiligen. Sie führt ab 10.30 Uhr von der Technischen Universität zum Ernst-Reuter Platz, so dass auch dort mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist. Die GdP hat ihre Mitglieder ebenfalls aufgefordert, am Vormittag die Arbeit niederzulegen. Deswegen kann es in den Meldestellen zu längeren Wartezeiten kommen.

In Mitte muss man sich auch am Nachmittag auf Staus einstellen. Die Gewerkschaften Verdi, GdP und GEW haben ihre Mitglieder zu einer Protestaktion gegen die Sparpolitik des Senats aufgerufen. Die Kundgebung beginnt um 16 Uhr vor dem Roten Rathaus. sik

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