Berlin : Wo Präsidenten einen Absacker nehmen

-

STADTMENSCHEN

Sportsenator Klaus Böger hatte es sich bequem gemacht und eine Zigarre angesteckt. „Ich habe jetzt Feierabend“, sagte der Politiker, als er am späten Donnerstagabend auf der ZehnJahres-Party der Marlene-Bar im Hotel Intercontinental erschien. Was das Besondere an der Marlene-Bar sei? „Ich mag das angenehme und ruhige Licht, den Kamin und die Ledersessel im hinteren Teil der Bar“, sagte Böger. „Aber meine Söhne gehen lieber woanders hin, ins 90 Grad etwa.“ Nun sind Jugendliche auch nicht die Zielgruppe der Marlene-Bar. „Wir haben ein etwas älteres Publikum, das nicht ständig auf Achse ist“, sagt Bar-Manager Jörg Wiesner . Seit acht Jahren arbeitet er in der Marlene-Bar, und „ich habe in dieser Zeit so ziemlich jeden Präsidenten an der Theke gesehen.“ Bill Clinton etwa. Oder Wladimir Putin. Und was trinkt der Russe? „Keinen Wodka, sondern Wasser.“ In der Politikerszene habe sich seine Bar einen guten Namen gemacht, Wiesner: „Wir sind so was wie ein Geheimtipp. Aber wer bei uns versackt, darüber reden wir nicht.“ Fürs Jubiläum der Marlene-Bar hatten sich Kollegen etwas einfallen lassen. Andreas Lanninger von „Harry’s New York Bar“ etwa mixte einen Geburtstagcocktail: „Der heißt Marlene 93. Sehr fruchtig und belebend – so wie die Bar ist. Wir sind keine Konkurrenten, wir sind Freunde.“ AG

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar