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Von Kantaten bis Klamotten

IN BERLIN



Jubiläumssingen.

Still wird es am Sonnabend in der Gedächtniskirche bestimmt nicht. Singt doch der Bach-Chor der Gemeinde die Kantate „Gott, man lobet dich in der Stille“ mit vier Solisten. Mit der Aufführung ab 18 Uhr beginnt der Chor sein Jubiläumsjahr: Mit 19 Veranstaltungen bis Dezember feiert er das 50-jährige Bestehen. Die Veranstaltung am Sonnabend nennt sich „Gesprächskantate“: Es gibt zur Kantate kurze Erläuterungen mit Klangbeispielen. Der Eintritt ist frei. Infos: www.bach-chor-berlin.de.

Jazztanz auf dem Dorfplatz. Auf dem Balkan wissen die Leute in den kleinen Dörfern, wie man feiert. In Filmen wie „Schwarze Katze, weißer Kater“ hat man es gesehen. Ein bisschen von der Stimmung auf einem solchen Dorfplatz will das Trio Balkanova am Freitag ab 20 Uhr in den Theatersaal der Villa Luise im Kulturpark Berlin, Neukladower Allee 12 in Kladow, bringen: Tänze und Melodien mit Akkordeon, Percussion, Akustikgitarre und Kontrabass. Ganz wie auf dem Dorfplatz wird es aber doch nicht klingen. Denn die drei Musiker haben die traditionelle Musik mit Jazz vermischt. Karten (7–10 Euro) unter Tel. 31996-100. Informationen: www.kulturpark-berlin.de.

Kleidertausch. Alle Welt drängt sich gerade durch die Einkaufszentren, um reduzierte Wintersachen zu ergattern. Und wenn man nach Hause kommt, stellt man fest, dass die neuen Sachen nicht mehr in den Kleiderschrank passen. Am Sonnabend, 15 bis 22 Uhr, gibt es eine viel praktischere Möglichkeit, sich eine neue Garderobe zu besorgen: Man tauscht einfach Altes gegen Neues – bei der „Wedding-Dress-Swapping-Party“ . Die heißt nicht so, weil es um Hochzeitskleider geht, sondern weil sie in Wedding, an der Brunnenstraße 65, stattfindet. Am Freitag kann man von 12 bis 20 Uhr und a, Sonnabend von 12 bis 18 Uhr seine Tauschsachen abgeben. Die Stücke werden je nach Art und Zustand bewertet und gegen Jetons eingetauscht, die dann bei der Party als Währung dienen. Wer nichts Altes aus dem Schrank mitbringt, kann auch Geld gegen Jetons tauschen. Alle Einnahmen werden für einen guten Zweck gespendet. Eintritt: 1,50 Euro für Spender, 3 Euro für alle anderen. Infos unter www.weddingdress5.de.

IN BRANDENBURG

Konzert mit Keramik. Am Sonntag entfällt zwischen 10 und 17 Uhr der Eintritt für das Museumsschloss Oranienburg. Anlass ist die Feier zur Eröffnung der Ausstellungen vor zehn Jahren. Um 11 Uhr beginnt ein Barockkonzert mit Stücken von Johann Adolf Hasse, Georg Philipp Telemann, Tomaso Albinoni und Giuseppe Sammartini. Für dieses kosten die Karten allerdings 12 und 10 Euro. Die Schlossführungen beginnen stündlich ab 11 Uhr. Kinder sind zu Rundgängen um 13.30 und 15.30 Uhr und zwischen 11 und 16.30 Uhr zu Keramik- und Zeichenkursen eingeladen. Auskünfte unter Tel. 03301/537438, www.schlossmuseum-oranienburg.de.

Anekdoten und Episoden. In die Zeit des Preußenkönigs Friedrich II. können sich die Gäste einer szenischen Führung durch das Schloss Sanssouci am Sonntag ab 11 Uhr versetzen lassen. Dafür schlüpft ein Schauspieler in die Rolle des schottischen Lordmarschalls George Keith (1693–1778), der als enger Vertrauter Friedrichs des Großen galt. Er teilte mit dem König unter anderem die Liebe zur Literatur und erlebte den Herrscher bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten. Die Teilnahme kostet 12 und 10 Euro. Treffpunkt ist das Besucherzentrum an der Historischen Mühle in Potsdam. Auskünfte und Anmeldung unter Tel. 0331/969 4200 sowie unter www.spsg.de.

Potsdamer Perspektiven. Die historische Mitte Potsdams steht im Mittelpunkt eines geführten Spaziergangs am Sonnabend ab 14 Uhr. Zu den Stationen gehören der Neue Markt mit dem königlichen Kutschstall, der Alte Markt mit Nikolaikirche und Rathaus sowie das Holländische Viertel mit liebevoll gestalteten Hinterhöfen, Cafés und Galerien. Karten kosten 9 Euro, Treffpunkt für die zweistündige Veranstaltung ist die Tourist-Information in der Brandenburger Straße 3 am Brandenburger Tor. Infos unter Tel. 0331/27 55 88 99, www.potsdamtourismus.de.

Obstler und Mucker. Auf unterhaltsame Art erzählt die Stadtführerin Heidemarie Garbe in ihrem Café Muckerstube in der Brandenburger Straße 164 in Werder über die Zeit um 1900. Die Gesprächsrunde beginnt am Sonntag um 15 Uhr und widmet sich besonders den Erlebnissen der Obstzüchterfrauen, die damals täglich auf die Märkte nach Berlin fuhren. Dabei entstand auch die Bezeichnung „Mucker“ für jene Obstzüchter, die nicht ausschließlich vom Verkauf ihrer Erzeugnisse lebten. Sie oder ihre Frauen hatten meistens noch andere Einkünfte. Infos unter Tel. 03327 / 42 961, www.muckersche.de. dma, Ste.

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