Berlin : Woher kam am Mittwoch das plötzliche Unwetter?

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Am Mittwochabend schüttete es wie sonst selten: Am Insulaner prasselte binnen einer dreiviertel Stunde fast das gesamte Monatssoll herab. Die Feuerwehr rückte in Steglitz, Tempelhof, Wannsee, Wilmersdorf und Friedenau zu 250 Einsätzen aus. Dagegen blieb es im Norden und Osten fast trocken.

Woher kam der viele Regen im Süden Berlins?

Wir hatten eine ungewöhnliche Wetterlage, da der Regen von Osten her aufzog. Keine stabile Front, sondern eine lose Schauer- und Gewitterstaffel, die ständig neu entstand und in sich zusammenfiel. Über dem Müggelsee hat sie sich abgeschwächt, bevor es über Berlin richtig losging.

Gedeiht ein solcher Guss eher über der Stadt?

Es gibt einen „Stadteffekt“, der den Regen verstärken kann. Gerade, wenn es so warm war wie am Mittwoch mit bis zu 27 Grad. Die Menge war aber auch deshalb so groß, weil kaum Wind wehte und das Unwetter entsprechend langsam abzog.

Wie weit ist es denn noch gekommen?

Es ist über der Prignitz zusammengefallen. Derartige Regengüsse sind schwer vorhersagbar, weil sich die Niederschlagszellen ständig verändern. Bei den üblichen Regenfronten aus Südwesten ist das einfacher. Da wissen wir meistens, dass sie nur abgeschwächt über die Elbe kommen werden.

Das Gespräch führte Stefan Jacobs.

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