Wohnungsbrände : Tod in den Flammen

Wieder hat ein Wohnungsbrand tödliche Folgen gehabt: Am Mittwochmorgen kam ein Ehepaar in seiner Wohnung in Moabit ums Leben. Zudem erlitt eine 80-Jährige lebensgefährliche Verletzungen bei einem Feuer in ihrer Lankwitzer Wohnung.

Moabit_Haus
Mieter in Angst. Fünf Mal hatte es in diesem Haus in Moabit gebrannt. -Foto: ddp

Erst am Dienstag hatte es zwei Tote gegeben: Eine 78-jährige Frau starb bei einem Feuer in ihrer Weddinger Wohnung in der Bastianstraße. Wenige Stunden zuvor musste eine 95-Jährige in Charlottenburg mit lebensbedrohlichen Verbrennungen per Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden, nachdem in ihrer Wohnung in der Bleibtreustraße ein Feuer ausgebrochen war. Sie starb kurz darauf an den Folgen ihrer Verletzung. In allen Fällen war es offenbar Fahrlässigkeit, durch die die Brände ausgelöst worden waren.

Die Ermittler haben beispielsweise herausgefunden, dass bei dem Brand in der Erdgeschosswohnung des Ehepaares in der Essener Straße die Glut einer Zigarette das Feuer verursacht hatte. Die Rettungskräfte fanden den 71-jährigen Mann und seine 73-jährige Frau gegen 6.20 Uhr leblos in ihrem Schlafzimmer. Wenige Stunden zuvor, gegen 4 Uhr, konnte eine 80-Jährige gerettet werden. Sie kam mit einer lebensgefährlichen Rauchgasvergiftung und schweren Verbrennungen in eine Klinik. Ein Nachbar hatte bemerkt, dass es in der Wohnung unter ihm brannte und die Feuerwehr gerufen. Die Beamten fanden die 80-Jährige vor ihrer Tür im Treppenhaus. Offenbar wollte sie aus dem Haus flüchten, verlor jedoch das Bewusstsein. Die genaue Brandursache wird noch ermittelt.

Bis vor kurzem hatte eine gefährliche Brandserie die Bewohner eines Hauses in der Huttenstraße in Moabit in Angst versetzt. Ein Täter hatte dort seit Januar fünfmal Feuer gelegt. Mitte März war dabei eine 56-jährige Mieterin an den Folgen ihrer Verletzungen gestorben. Die Hausverwaltung hat die Sicherheitsvorkehrungen erhöht: Es wurden neue Schlösser im Haus eingebaut und ein Wachmann vor der Tür postiert. Dennoch waren aus Angst mehrere Mieter weggezogen. Auch gestern packte eine Bewohnerin ihr Hab und Gut in Kisten und verließ ihre Wohnung. Der Wachmann kontrollierte jeden Fremden, der ins Haus hineingehen wollte. Die Polizei hat noch immer keine Spur zu dem Täter. „Die Beamten ermitteln noch. Doch seitdem die Sicherheit in dem Haus verstärkt worden ist, hat es dort nicht mehr gebrannt", sagte ein Polizeisprecher. tabu/sra

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben