Berlin : Woidke: Reviere statt Wachen Innenminister bessert

bei Polizeireform nach

Potsdam - Brandenburgs neuer Innenminister Dietmar Woidke korrigiert die von seinem Vorgänger Rainer Speer (beide SPD) angeschobene Radikalreform der Polizei, die wegen der angekündigten Schließung von jeder zweiten Polizeiwache im Land einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hatte. Zwar hält Woidke an der Einsparung von 1700 der 8700 Stellen bei der Polizei fest, wie er am Montag bekräftigte. Doch für die Umsetzung präsentierte er ein neues Führungsmodell für die Landespolizei, das Rücksicht auf die verbreiteten Ängste vor mangelnder Polizeipräsenz in der Fläche nimmt. Bislang gibt es in Brandenburg 15 Schutzbereiche und 50 Polizeiwachen. Künftig soll es 15 rund um die Uhr besetzte Polizeiinspektionen geben, die auch Funkstreifenwagen und Wach- und Wechseldienst steuern und eng mit den Kommunen kooperieren. Darüber hinaus wird es 35 „Polizei-Reviere“ geben, so dass an allen bisherigen 50 Standorten auch künftig Polizeidienststellen bestehen bleiben. „Ausstattung und Öffnungszeiten werden flexibel sein, je nach Erfordernissen“, sagte Woidke. Außerdem bleibt es bei dem unstrittigen Vorhaben, die zwei Polizeipräsidien zu einem Landespräsidium mit Sitz in Potsdam zu fusionieren sowie vier Polizeidirektionen zu bilden, die wie ein Kleeblatt über das Land verteilt sind. Woidke stellte klar, dass es im Wach- und Wechseldienst (1950 Stellen) und bei den Revierpolizisten (549 Stellen) keine Kürzungen geben wird. thm

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