Berlin : Wolfgang Huber bleibt Bischof Wahl verläuft knapper als erwartet

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Wolfgang Huber ist als Bischof der evangelischen Landeskirche wiedergewählt worden. Der 61Jährige erreichte allerdings erst im zweiten Wahlgang die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Die Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, das höchste Wahlgremium, tagte in der Bartholomäus-Kirche in Friedrichshain. „Mit dem Ergebnis kann ich gut leben“, sagte Huber. Dass er sich erst im zweiten Wahlgang durchsetzen konnte, führten Berliner Synodale auf Ressentiments der Görlitzer zurück. Diese hatten als Gegenkandidaten den Görlitzer Pfarrer Hans-Wilhelm Pietz ins Rennen geschickt. Huber sagte, die Betreffenden hätten „mit guten Gründen Sympathie für Pietz gezeigt“. Er selbst sei in den vergangenen Monaten gerne mit Pietz unterwegs gewesen. Huber wird bis 2009 Bischof bleiben, obwohl er bereits 2007 mit 65 Jahren in Pension gehen müsste. Für ihn wird jedoch das Dienstrecht geändern, damit er das Bischofsamt solange wie den Ratsvorsitz der evangelischen Kirche in Deutschland ausüben kann. Huber wurde im November für sechs Jahre zum obersten Repräsentanten der deutschen Protestanten gewählt. Dieses Amt setzt eine Leitungsfunktion in der Landeskirche voraus. clk

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