Berlin : WORUM ES ÜBERHAUPT GEHT

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Das Lustspiel „Leonce und Lena“ von Georg Büchner wurde 1895 uraufgeführt. Es dreht sich im Kern um die Flucht, Begegnung und Hochzeit von Leonce, Prinz des Reiches Popo, und Lena, Prinzessin des Reiches Pipi. Die beiden sind verlobt, ohne sich jemals gesehen zu haben. Unabhängig voneinander beschließen SIE, vor der Hochzeit zu fliehen. Auf der Flucht begegnen sie sich und verlieben sich, ohne zu wissen, wer sie sind. Das Besondere an Büchners Komödie ist, dass sie auf die psychologische Entwicklung der Figuren verzichtet. Ihre Entscheidungen fallen plötzlich, scheinbar unmotiviert. Dadurch führt Büchner die höfische Gesellschaft als ein Ensemble von Marionetten vor. Die Welt außerhalb des Hofes zeigt Büchner mit allen sozialen Härten: zum Beispiel, wenn ein Lehrer mit ausgehungerten Bauern das Jubelgeschrei für die Hochzeit einstudiert. clk

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