Berlin : Wowereit kümmert sich um deutsch-französische Kultur

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Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat ab 1. Januar 2007 einen neuen Nebenjob. Er wird, auf Beschluss des Bundeskabinetts, Bevollmächtigter für die deutsch-französischen Kulturbeziehungen und vertritt damit die Interessen des Bundes und der 16 Länder „in kulturellen Angelegenheiten gegenüber Frankreich“. Dazu gehören auch die Bildungs-, Hochschul- und Medienpolitik.

Wowereit übernimmt das Amt, das er „im Einvernehmen mit dem Außenminister“ ausübt, vom saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller. Vorgeschlagen hat ihn die Ministerpräsidentenkonferenz. Ansprechpartner des neuen Kulturbevollmächtigten sind Frankreichs Minister für Erziehung und für Kultur. Wowereit darf dann auch am halbjährlich stattfindenden deutsch-französischen Gipfel (gemeinsamer Ministerrat) teilnehmen. Mehrere Reisen nach Paris, Straßburg usw. pro Jahr sind ihm sicher.

Damit erweitert der Regierende Bürgermeister seine Aufgabenfelder im Bereich der Kultur. Denn seit der Bildung des neuen Senats leitet er das Kulturressort in Berlin, er ist langjähriges Mitglied des Tempelhofer Kunst- und Kulturvereins und sitzt im Ausschuss des Bundesrats für Kulturfragen. Seine persönliche Internetseite hat Wowereit bereits vor Monaten vorausschauend in französischer Sprache eingerichtet.

Es sieht ganz so aus, als ob Berlins Regierungschef nicht nur seine Vorliebe für Kunst und Kultur, sondern auch für Kontakte mit dem Ausland systematisch pflegen will. Denn im Bundesrat gehört er auch den Ausschüssen für „Fragen der Europäischen Union“ und für „Auswärtige Angelegenheiten“ an. Nun steht dem künftigen Kulturbevollmächtigten ab 2007 noch ein Büro im Bundesaußenministerium, Abteilung Kultur, zur Verfügung. za

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