Wowereit-Wahl : Momper entschuldigt sich für Panne

Zum Auftakt der Sitzung des Abgeordnetenhauses hat sich Parlamentspräsident Walter Momper für die Panne bei der Wahl des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit erneut entschuldigt.

Berlin - Er bedauere den "Fehler", der ein "ungünstiges Licht auf das Haus" geworfen habe, sagte Momper (SPD) in einer persönlichen Erklärung. Er werde sich "aufrichtig bemühen", dadurch verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Momper hatte bei der Wahl Wowereits (SPD) vor drei Wochen bereits nach dem ersten Wahlgang dessen Wiederwahl verkündet, obwohl dazu eine Stimme fehlte. Erst nach einem Hinweis der Parlamentsverwaltung korrigierte sich der 61-Jährige. In einem zweiten Anlauf wurde Wowereit im Amt bestätigt.

Momper räumte im Nachhinein im Ältestenrat und im Präsidium des Parlaments einen "gravierenden Fehler" ein, lehnte den von der Opposition geforderten Rücktritt jedoch ab. SPD-Fraktionschef Michael Müller ging in der Plenardebatte mit CDU, Grünen und FDP scharf ins Gericht. Die Opposition schieße mit ihrer Kritik an Momper "weit übers Ziel hinaus". Besonders verwahrte sich Müller gegen "Unterstellungen", wonach der Präsident Wowereit mit einem Verfassungsbruch ins Amt bringen wollte. Die Entschuldigung Mompers sei "richtig und angemessen" und sollte akzeptiert werden. Der SPD-Fraktionschef forderte die Opposition auf, zur Sacharbeit zurückzukehren. (tso/ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben