Berlin : Wowereit will noch länger einkaufen Offizielle Senatsposition: 20 Uhr

Regierender fände 22 Uhr besser

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Klaus Wowereit bleibt dabei: Die Läden sollen länger offen bleiben. Wenn es nach ihm ginge, auch länger, als es sein Parteichef und Bundeskanzler Gerhard Schröder will. Berlins Regierender Bürgermeister findet, dass die Geschäfte in Berlin nicht nur bis 20 Uhr, sondern bis 22 Uhr geöffnet sein müssten. Dabei gehe es um die Touristen, um das WeltstadtImage, um „die City“ eben.

Dies aber ist nur Wowereits Privatwunsch, den er jeden gerne wissen lässt. Die offizielle Position des Berliner Senates ist zurückhaltender: 20 Uhr an Werktagen sowie Sonnabenden, eben so wie es auch die Bundesregierung will. Dies sei ein Kompromiss, mit dem man zufrieden sein könne, alle offiziellen Forderungen, die jetzt darüber hinaus gehen, seien taktisches Geplänkel – dies sagt Wowereits Sprecher Michael Donnermeyer. Damit meint er selbstverständlich nicht die Privatmeinung seines Chefs, sondern eher Vorstöße, wie ihn elf Landeswirtschaftsminister vor einer guten Woche unternommen haben. Sie stimmten für eine völlige Freigabe der Öffnungszeiten, Harald Wolf, Berlins Wirtschaftssenator stimmte – der offiziellen Senatsposition entsprechend – dagegen. Klaus Wowereit sieht sich mit seiner Privatmeinung übrigens im Einklang mit dem Deutschen Städtetag. Der hat sich auch 22 Uhr gewünscht. dae

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