• Zahl der Trickdiebstähle gesunken - immer noch lassen sich besonders Ältere von Betrügern hinters Licht führen

Berlin : Zahl der Trickdiebstähle gesunken - immer noch lassen sich besonders Ältere von Betrügern hinters Licht führen

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Der Respekt vor Amtspersonen macht Trickdieben noch immer ihr Treiben leicht. Am Montagnachmittag ist ein Trickdieb, der sich als Kripobeamter ausgab, allerdings bei einer 74-jährigen Frau an der Skandinavischen Straße in Lichtenberg gescheitert. Sie schlug dem Mann die Tür vor der Nase zu. Bei einer anderen Rentnerin hatte der Täter kurz Zeit später Erfolg. Ihr erzählte der Dieb, er wolle sie über Einbruchssicherung aufklären. Bereitwillig zeigte ihm die Frau ihr Geldversteck - und in einem günstigen Moment griff der Täter zu.

In Spandau wurde am Montagmittag ein Rentnerehepaar Opfer einer rumänischen Diebin und ihres Begleiters. Beide hatten an der Wohnung des Ehepaares an der Pichelsdorfer Straße geklingelt und um ein Glas Wasser sowie eine Kopfschmerztablette gebeten. Als das Paar gegangen war, stellte die Rentenerin fest, dass ihr zuvor auf der Bank abgehobenes Geld verschwunden war. Das Opfer rannte laut schreiend hinter dem Pärchen her; ein Passant wurde aufmerksam und hielt die Diebin fest. Ihr Komplize allerdings entkam mit der Beute.

Insgesamt allerdings zeichnet sich seit einigen Jahren ein rückläufiger Trend bei den Trickdiebstählen ab. Nach Auskunft von Winfried Roll von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle gab es 1996 noch rund 930 Anzeigen. Ein Jahr darauf waren es noch knapp 870, und 1998 lag die Zahl der Anzeigen bei etwa 700. Für dieses Jahr liegen zwar noch keine Zahlen vor, aber Roll schätzt, dass sie erneut gesunken sind. Es gebe aber eine hohe Dunkelziffer, sagte er.

Er rät allen zu einem gewissen Misstrauen. Vor allem sollte man sich von vorgeblichen Polizisten nicht einschüchtern lassen, wie es ein Betrüger erfolgreich praktizierte. Er drohte: "Wenn sie mich bei meiner Amtshandlung stören, lasse ich Sie festnehmen." Ein echter Polizist werde nie etwas dagegen haben, wenn man sich notfalls auch durch einen Anruf vergewissere, ob der unerwartete Besucher auch tatsächlich das sei, was er behaupte.

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