Zahlen und Fakten : Berlin: Die ewige Mieterstadt

HAUPTSACHE ALLEIN

Die Statistiker zählen rund 1,89 Millionen Wohnungen in Berlin mit einer mittleren Größe von 70 Quadratmetern. Jede Wohnung ist durchschnittlich mit 1,8 Menschen belegt, mit sinkender Tendenz. Mehr als die Hälfte der Haushalte besteht nur noch aus einer Person. Berlin ist eben auch Single-Hauptstadt, die Quote wird laut amtlicher Statistik noch steigen. Die Zahl der Mietwohnungen liegt stabil bei über 1,6 Millionen, das sind knapp 87 Prozent des Gesamtbestands.

ALT UND NEU

Fast 516 000 Wohnungen in Berlin wurden vor 1918 gebaut, weitere 287 000 vor 1948. Die meisten Altbauwohnungen stehen in Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Charlottenburg-Wilmersdorf. Von den knapp 1,1 Millionen Neubauten entstanden etwa 170 000 in der Nachwendezeit, also ab 1991. Mehr als die Hälfte der Neubauwohnungen wurde frei finanziert, ein Viertel in der DDR auf Staatskosten gebaut, der Rest öffentlich gefördert in West-Berlin.

DAS EIGENE HAUS

Nur jedes zehnte Wohngebäude in Berlin ist ein Ein- oder Zweifamilienhaus. Rund 20 Prozent dieser Häuser wurde erst im letzten Jahrzehnt gebaut. Für das klassische Eigenheim, einzeln stehend oder als Doppelhaushälfte, gibt es also einen wachsenden Markt, aber auf sehr geringem Niveau.

DIE EIGENE WOHNUNG

Seit 1999 wurden in Berlin 103 000 Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt. Spitzenreiter sind laut Statistik die Bezirke Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg, Schlusslichter sind Spandau und Neukölln. Im vergangenen Jahr verlangsamte sich der Trend allerdings: Es wurden nur noch rund 4500 Wohnungen umgewandelt.

IMMOBILIENPREISE

Ein Quadratmeter Eigentumswohnung kostet in Berlin durchschnittlich knapp 1600 Euro. Mit etwa 1000 Euro ist Spandau am günstigsten und Mitte mit 1900 Euro am teuersten. za

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