Berlin : Zahlen und Fakten

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GALLENSTEINE : Sie entstehen in der Gallenblase, wo im Überschuss vorhandenes Cholesterin Klumpen bildet. Die Galle kann das Cholesterin nicht mehr in Lösung halten, die Gallenflüssigkeit verklumpt. Diese Klumpen wachsen, härten durch Kalziumanlagerungen aus. 70 bis 80 Prozent der Menschen mit Gallensteinen müssen nicht behandelt werden. Verstopfen die Steine aber den Gallengang oder wandern in die Bauchspeicheldrüse ab, entwickeln sich Koliken.

DIAGNOSE : Mit Ultraschall kann der Arzt feststellen, ob sich Steine in der Galle befinden und wie groß sie sind. Eine Laboranalyse des Blutes gibt Auskunft, ob ein Gallenstein die Abflüsse der Galle blockiert. Röntgenuntersuchungen klären, ob die Steine durch Kalzium verhärtet sind. Die Gallenwege lassen sich sehr gut mit der Magnetresonanz-Tomografie (MRT) darstellen.

THERAPIE : Gallensteine, die noch klein und nicht verkalkt sind, lassen sich mit Cholesterin senkenden Präparaten bekämpfen. Sie führen dazu, dass sich die Steine binnen Monaten auflösen. Hat ein Patient nur einen Stein, der kleiner als zwei Zentimeter und noch weich ist, kann man diesen durch gezielte Schallwellenstöße zertrümmern. Medikamente und Stoßwellen verhindern aber nicht, dass sich neue Steine bilden. Das tut nur eine Operation. HS

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