ZAHLEN UND FAKTEN : ZAHLEN UND FAKTEN

Klinikinfektionen in Berlin:

Seit August 2011 müssen im Krankenhaus erworbene Infektionskrankheiten an die Landesbehörden gemeldet werden. In Berlin gab es im Jahr 2012 bisher 17 solcher Ausbrüche mit insgesamt 144 erkrankten Patienten. Der stärkste darunter war in einer Klinik ein Ausbruch von Rotaviren, die schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen können, mit 30 betroffenen Patienten. Die Namen der Krankenhäuser, in denen es zu den Ausbrüchen kam, werden von den Behörden nicht veröffentlicht.

Wundinfektionen: Im System der externen Qualitätssicherung, in dem die deutschen Krankenhäuser Daten zur Behandlungsqualität, wie Komplikationsraten oder verstorbene Patienten melden müssen, spielt Klinikhygiene nur eine Nebenrolle. So wird für die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks nur erhoben, bei wie vielen Patienten sich im Krankenhaus die Operationswunde infizierte. Diese Keime können von außen in den Körper gelangen. In 18 Krankenhäusern Berlins und des Brandenburger Umlandes traten solche Fälle auf – von 44, die diesen Eingriff in der Region vornehmen. Und auch die Zahlen der jeweils betroffenen Patienten sind niedrig. Von den rund 7600 Patienten, denen im Jahr 2010 eine künstliche Hüfte implantiert wurde, soll nicht mal ein halbes Prozent – exakt 33 Fälle – eine Wundinfektion erlitten haben. Akzeptabel ist laut den Fachleuten der externen Qualitätssicherung sogar eine Rate von drei Prozent, also das Sechsfache. I.B.

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