Zehlendorf : Elfjähriger stirbt auf Berliner Volksfest

UPDATE Ein elfjähriger Junge ist am Sonnabend auf dem Deutsch-Amerikanischen Volksfest ums Leben gekommen. Das Kind brach während der Fahrt mit der Achterbahn "Wilde Maus" zusammen. Die Ursache für den Tod des Jungen ist immer noch unklar.

Tanja Buntrock

Um 16.50 Uhr brach der Junge zusammen. Nach Auskunft der Polizei habe ein Notarzt  vergeblich versucht, den Jungen wiederzubeleben. „Das Kind ist während der Fahrt bewusstlos geworden. Hinweise auf Fremdeinwirkung haben wir nicht“, sagte eine Polizeisprecherin. Auch die Obduktion hat kein klares Ergebnis ergeben, wie eine Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft am Sonntag sagte. Ausgeschlossen werden könne allerdings ein Unfall mit der Achterbahn. Es seien keine äußeren Verletzungen bei dem Kind gefunden worden. Im Laufe der Woche sollten chemisch-toxikologische Untersuchungen Aufschluss über die Todesursache geben, fügte die Sprecherin hinzu.

Die Achterbahn war zwecks Untersuchungen vorübergehend geschlossen worden. Inzwischen wurde sie aber von der Staatsanwaltschaft wieder freigegeben.

Festveranstalter Richard Simmons sagte dem Tagesspiegel: „Keiner von uns weiß, warum er gestorben ist.“ Der Junge war mit seiner zehnjährigen Schwester und anderen Angehörigen auf dem Fest.

Am Samstagabend war von der Tragödie kaum noch etwas zu bemerken: Besucher wunderten sich allenfalls über die beiden Polizisten, die vor dem gelben Gerüst mit den lila Schienen standen. Ein Vater, der mit seinem Sohn tags zuvor selbst mit der Achterbahn gefahren war, beschrieb die Tour als aufregend, aber undramatisch. Das Volksfest an der Clayallee dauert noch bis zum 16. August. (mit ddp)

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