Berlin : Zehn Jahre Deutsche Einheit: CDU: Mehr Chancen für die Jungen

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Am 3.Oktober 1990 war der CDU-Abgeordnete Christian Gräff zwölf Jahre alt. Zwei Tage nach dem Mauerfall war er das erste Mal in West-Berlin und ein älterer Herr spendierte ihm an der Imbissbude den ersten Döner seines Lebens. "Die größte Angst", erinnerte sich der junge Mann, "hatten wir damals vor der Arbeitslosigkeit und vor den Ausländern, die uns die Arbeitsplätze wegnehmen würden." Die DDR-Staatspropaganda habe genau diese Ängste geschürt und die deutsche vereinigung habe "keinem mehr Chancen gebracht als gerade uns Jungen." Inzwischen seien die Lebensverhältnisse in Ost und West fast gleich, in manchen Zukunftsbereichen liege der Osten sogar vorn. "Und den Olympiasieger Jan Ullrich hätte es ohne den Osten auch nicht gegeben", sagte Gräff und hatte die Lacher im Parlament auf seiner seite. Was ihm fehle: Innere Reformen, vor allem an den Schulen. Außerdem ein wertevermittelndes Pflichtfach ("um zu lernen, was Recht und Unrecht ist") und mehr Sportplätze und Sportvereine.

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