Berlin : Zehn Kilo abnehmen? Kein Problem

Wieder schlank: Renée Zellweger, Hugh Grant und Colin Firth stellten „Bridget Jones“ vor

Andreas Conrad

Schauspielerei und Gewichtsprobleme – ein endloses Thema. Man nehme nur Marlon Brando: anfangs rank und schlank, zuletzt ein Koloss. Manche entwickeln dieses Aufquellen des Körpers zur Kunst, wie Robert De Niro in „Wie ein wilder Stier“. Als Boxer Jake La Motta ein durchtrainierter Haudrauf, als Barbesitzer eine teigige Nachteule. Auch Charlize Theron ist hier zu nennen, beim Berlinale-Termin zu „Monster“ mit Idealmaßen, im Film dagegen – naja. Und jetzt Renée Zellweger in „Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns“. Nicht länger mit der Traumfigur gesegnet, die sie vor einem Jahr noch, anlässlich „Chicago“, wiederum bei der Berlinale vorführte.

An diesem Freitag war im Adlon zu begutachten, wie weit Film und Wirklichkeit wieder auseinander klaffen. Bei der Premiere des zweiten Bridget-JonesFilms am Dienstag in London jedenfalls präsentierte sie sich wieder gertenschlank: „Das hier ist mein wahres Ich, das ist meine natürliche Figur“, sagte sie. Es sei ihr überhaupt nicht schwer gefallen, sich die bis zu zehn Kilos wieder abzuhungern, die sie für die Rolle zugenommen hatte. Dick zu werden, sei viel anstrengender.

Es war zu erwarten, dass diese Form der Körperarbeit auch in der Pressekonferenz thematisiert werden würde, die für den Freitagnachmittag zu „Bridget Jones“ im Adlon angesetzt war. Am 2. Dezember kommt die Fortsetzung des ersten „Bridget Jones“-Erfolgsfilms in die deutschen Kinos, zur Einstimmung reiste die Hauptperson nach Berlin. Auch ihr alter und neuer Partner Hugh Grant war mitgekommen, zuletzt war er vor zwei Jahren hier, zwecks Promotion für seinen Film „About a Boy“. Und schließlich saßen auch Partner Colin Firth und Regisseurin Beeban Kidron auf dem Podium.

Schade eigentlich, dass es nur bei dem Pressetermin im Adlon bleiben wird, also keine rauschende Premierenparty zu erwarten ist wie vor einem Jahr zu „Findet Nemo“. Den Sangeskünstler von damals könnte man gleich wieder einsetzen: Robbie Williams. Damals steuerte er den Schlusssong bei, „Swing when you’re winning“, frei nach Frank Sinatra. Diesmal fühlt er sich missverstanden, singt „Misunderstood“, und in den Musiksendern beginnt das Video dazu gerade die Programme rauf und runter zu laufen: eine Art Fortsetzung zu „Bridget Jones“, Robbie als Hallodri, der offenbar der treuherzigen Bridget Kokain ins Gepäck geschmuggelt hat und nun vor thailändischen Polizisten Rede und Antwort zu stehen hat, hin und wieder bombardiert von Dessous aus Bridgets Koffer. Hätte sich auf der Bühne sicher sehr gut gemacht.

Das Adlon hatte an diesem Freitag noch weitere berühmte Filmkünstler zu bieten. Parallel wurde dort Reklame für „Alexander“ gemacht, vorbereitend auf den Start am 23. Dezember. Gestern standen Regisseur Oliver Stone und Hauptdarsteller Colin Farrell für Interviews bereit, an diesem Sonnabend darf Angelina Jolie befragt werden, die die Mutter des großen Alexander spielt. Dessen Leben ist als Filmstoff plötzlich sehr begehrt. Gleichzeitig gab es ein Projekt von Regisseur Baz Luhrmann, mit Leonardo DiCaprio als Alexander. Das wurde erst mal verschoben.

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