Berlin : Zeitung auf dem Schiff – quer durch Berlin

Neue Veranstaltungsreihe des Tagesspiegels: Der erste Gast war der ehemalige Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen

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Unterwegs mit dem Tagesspiegel, auf der Spree und dem Landwehrkanal. Am Donnerstagabend kam Eberhard Diepgen an Bord, der ehemalige Regierende Bürgermeister. Der TagesspiegelChefredakteur Stephan-Andreas Casdorff löcherte ihn mit Fragen.

Dann konnten sich die Leser unserer Zeitung, die auf dem Restaurantschiff „MS Esplanade“ eine kurzweilige Diskussion, ein schönes Buffet und Live-Musik genossen, an dem CDU-Politiker abarbeiten. Warum Diepgen für den Bundestag kandidiere, fragte ein Gast. „Weil ich mich über manche Entwicklungen in Berlin und im Bund immer wieder ärgere.“ Eine recht energische Dame mahnte den Tagesspiegel an, mehr über ehrenamtliches Engagement in Berlin zu berichten, vor allem für ältere Menschen.

Ein Herr wollte wissen, ob unser Chefredakteur „links-konservativ“ sei. Alle Fragen waren also zugelassen, auch wenn sie nicht an Diepgen gerichtet waren. Nicht ganz zufällig begrüßte Casdorff zu Beginn der sonnigen Dampferfahrt die Gäste auf der voll besetzten „Esplanade“ als „liebe Tagesspiegel-Familie“. Und die Frage beantwortete er auch: „Andere machen Politik, wir machen Zeitung.“ Und in der Ferienzeit eben auch eine neue Tagesspiegel-Veranstaltungsreihe. „Zeitung auf dem Schiff.“

Am 3. August können die Leser mit der Stadtführerin Rose Knarr und dem Schauspieler Paul Sonderegger literarisch in See stechen. Mit Texten aus 200 Jahren über Berlin und dessen Wasserseite. Am 10. und 16. August liest Brigitte Grunert aus ihrem Buch „Die Berliner Mundart“. Am 22. August ist der Tagesspiegel-Autor Harald Martenstein dabei. Auch er liest vor, aus seinem Buch „Vom Leben gezeichnet.“ Am 24. August ist Chefredakteur Lorenz Maroldt mit an Bord, der Gast ist noch Redaktionsgeheimnis. Am 31. August sind Kinder zwischen 9 und 13 Jahren herzlich eingeladen. Rainer Strecker liest aus Carola Funkes „Tintenherz“. Treffpunkt ist jeweils die Anlegestelle am Lützowufer 15. Der Eintritt inklusive Buffet kostet pro Person 22 Euro.

Aber zurück zu Eberhard Diepgen, der aus seinem Herzen keine Mördergrube machte. Er bekannte sich als „Liberal-Konservativer mit einem starken sozialen Impetus“. Er beklagte, dass die „Solidarität mit den sozial Schwachen zunehmend beiseite gedrängt wird“. Er fand seine eigene Partei, die CDU, „manchmal etwas altmodisch und zu vordergründig am Wettbewerb orientiert“. Und von der Kanzlerkandidatin Angela Merkel wünschte er sich, „dass sie etwas mehr Emotionen rüberbringt“. za

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