Berlin : Zentrum für Arbeitslose feiert Jubiläum

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Sein 30-jähriges Bestehen feierte das „Berliner Arbeitslosenzentrum“ (BALZ). Die nach eigenen Angaben älteste Sozialberatungsstelle für Arbeitslose in der Nazarethkirchstraße am Leopoldplatz im Wedding wurde 1980 von mehreren evangelischen Kirchenkreisen gegründet. „Die Gemeinden wollten praktisch bezeugen, wie wichtig die untrennbare Verbindung von Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit ist“, sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge. Auch heute sei es wichtig, das „Diktat der Ökonomie“ nicht widerspruchslos hinzunehmen. Die Würde eines Menschen hänge nicht davon ab, mit welcher Erwerbsarbeit er seinen Lebensunterhalt verdiene.

Nach Angaben des Leiters Frank Steger hätten die vier Mitarbeiter des Zentrums seit 1980 rund 90 000 Beratungsgespräche geführt. Bis heute zählten „undurchsichtige Bescheide von Jobcentern“ und Schwierigkeiten bei der Anrechnung von Einkommen dabei zu den wichtigsten Themen. „Und wir erleben immer wieder, dass Menschen aufgefordert werden, ihre Wohnungskosten zu senken, dass aber preiswerte Wohnungen kaum noch auf dem Markt sind“, sagte Steger. In früher preiswerten Bezirken, wie etwa Kreuzberg, hätten Hartz-IV-Empfänger heute kaum noch Chancen auf eine Wohnung. Benjamin Lassiwe

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